CS macht über 1 Milliarde Verlust

  • Publiziert: 16.10.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

ZÜRICH - Die Grossbank verbucht einen Reinverlust von 1,3 Mrd. Fr. Zudem muss sie ihr Eigenkapital im grossen Stil mit Geld aus Qatar erhöhen. Die UBS hingegen verzeichnet einen kleinen Gewinn.

Wegen Abschreibern als Folge der Finanzkrise erhöht auch die UBS-Konkurrentin ihr Eigenkapital mit Hilfe eines Staatsfonds aus Asien.

Die Grossbank erwartet einen Reinverlust von 1,3 Mrd. Franken, wie es heute in einer Mitteilung heisst. Im Investementbanking ergab sich ein Vorsteuerverlust in Höhe von rund 3,2 Mrd. Franken. Wegen der Finanzkrise mussten 2,4 Mrd. Fr. abgeschrieben werden.

Die Credit Suisse hat bereits Massnahmen ergriffen, um ihre Kapitalbasis zu stärken. Insgesamt nahm die Bank, die von der Finanzkrise bisher weitgehend unbeschadet geblieben war, Kapital in Höhe von 10 Mrd. Fr. auf.

Dies erfolgte durch den Verkauf von rund 93 Millionen Aktien aus dem Eigenbestand. Dies brachte 3,2 Mrd. Franken. Zudem wurden neue Aktien via Zwangswandelanleihen ausgegeben; der Erlös beträgt 1,7 Mrd. Franken. Dazu kommt die Emission von hybridem Kernkapital mit einem Nettoerlös von rund 5,5 Mrd. Franken.

Die Kapitalerhöhung ist laut CS bereits vollständig platziert. Dabei kommt der Bank der Staatsfonds Qatar Investment Authority zur Hilfe, der den bedeutendsten Anteil an der Kapitalerhöhung trägt.
(SDA)

UBS mit kleinem Teilgewinn

Die UBS hat im dritten Quartal 2008 wie erwartet einen kleinen Gewinn erzielt. Der Reingewinn betrug 296 Mio. Franken, wie die grösste Schweizer Bank am Donnerstag bekannt gab. Die Risiken im Investment Banking nahmen weiter ab.

Das Investment Banking, das im Zuge der Finanzkrise stark unter Druck stand, wies ein negatives Ergebnis vor Steuern von 2,748 Mrd. Fr. auf nach einem Verlust von 5,233 Mrd. Fr. im zweiten Quartal. Aus der Bewertung von eigenen ausstehenden Krediten erzielte die Investment Bank einen Gewinn von 2,21 Mrd. Franken.

Die Turbulenzen im Zuge der Finanzkrise führten jedoch zu einem Vermögensabfluss. Die Nettoneugelder nahmen um 49,3 Mrd. Fr. ab. Die verwalteten Vermögen der Vermögensverwaltungseinheit betrugen noch 1932 Mrd. Franken. Im Global Asset Management resultierte ein Vorsteuergewinn von 414 Mio. Franken (+18 Prozent).

Die Kosten seien in sämtlichen Bereichen der Bank verringert worden, teilte die UBS weiter mit. Ein sinkender Personalbestand und tiefere Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen beeinflussten die Kosten positiv.

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