CS halbiert die Boni

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Jetzt gehts auch den Credit-Suiss-Bankern ans Portemonnaie: Ihre Boni werden wegen dem Mega-Verlust halbiert.

Bisher klingelten bei Top-Bankern im Februar die Kassen: Ihr Konzern schüttete die Prämien fürs letzte Jahr aus. Die Händler von Luxusautos rieben sich die Hände.

Dieses Jahr siehts düster aus. Nachdem die UBS ihren «variablen Lohnbestandteil» (Zitat UBS) auf ein Minimum kürzen wird, gehen auch die Investmentbanker der zweitgrössten Schweizer Bank halbleer aus.

Die Credit Suisse kürzt gemäss Nachrichtenagentur «Bloomberg» die Boni um 55 Prozent. Nachdem die Bank im vergangenen Jahr einen Riesenverlust eingefahren hat, kündigten zuerst CS-Chef Brady Dougan, VR-Präsident Walter Kielholz und Investment-Chef Paul Calello den Verzicht auf ihren Bonus an.

Im Dezember stellte die Bank ein neues Bonussystem für die Investment-Banker vor: Die rund 2000 Direktoren dieser Abteilung erhalten bis zur Hälfte ihres Bonus in Ramschpapieren.

Diese faulen Papiere können im Moment nicht gehandelt werden. Wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt an Wert gewinnen, ergibt sich tatsächlich ein Bonus. Sonst gehen die Banker leer aus. Für die Credit Suisse ist es sowieso ein Gewinn: Sie kann faule Papiere im Wert von 5 Milliarden aus der Bilanz kippen. (zum)

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