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Begründung für den gewaltigen Abbau: Damit sollen Einsparungen in Höhe von rund 2 Milliarden Franken erzielt werden. Das entspricht etwa 9 Prozent des Geschäftsaufwands des laufenden Jahres.
Weltweit werden 5300 Stellen abgebaut. Das sind 11 Prozent des gruppenweiten Personalbestands. Trennen will sich die CS auch von 1400 Temporär-Mitarbeitenden. In den Schweizer Geschäftsstellen der Credit Suisse werden 650 Arbeitsplätze gestrichen, erklärte CS-Sprecherin Esther Gerster gegenüber «Blick.ch».
Das sind rund 3 Prozent der gut 20000 Schweizer Stellen. Aber nicht alle Betroffenen würden entlassen. Denn bei der Credit Suisse seien derzeit mehrere hundert Stellen offen.
Genutzt werden solle auch die natürliche Fluktuation, sagte Gerster. Freigestellten Mitarbeitern werde ein Massnahmenkatalog geboten, der von der Vermittlung interner oder externer Stellen über Beratungen bis hin zu Umschulungen reiche.
Hintergrund des Sparprogramms: Im vierten Quartal bis Ende November hatte die CS einen Nettoverlust von rund 3 Mrd. Fr. erlitten, vor allem im Investment Banking. Dies teilte CS heute mit. Gründe seien die direkten Auswirkungen der Finanzkrise sowie Kosten für den Abbau von Risiken.
Im Verlust noch nicht enthalten sind die Kosten für den geplanten Stellenabbau. Diese werden mit rund 900 Mio. Fr. veranschlagt.
Im November alleine habe die Credit Suisse einen kleinen Nettogewinn verbucht. Das Private Banking arbeite weiterhin erfolgreich und verzeichne «ansprechende Neugeldzuflüsse.»
Für das Jahresergebnis 2008 erwartet die Grossbank keine gutenn Zahlen. Deswegen wollen Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz, Konzernchef Brady Dougan und der Investment-Bank-Chef Paul Calello auf einen Bonus verzichten.
Nach einem Taucher wegen des anfänglichen Schocks über die weiteren Milliardenverluste hat die Aktie der Credit Suisse am Donnerstag markant zugelegt. Um 11.45 Uhr notierte der Titel 8 Prozent im Plus auf 29.92 Franken.
CS waren damit der grösste Gewinner im Schwergewichteindex SMI. Händler sagten, die Verlustwarnung für das vierte Quartal sei zwar «schockierend» hoch ausgefallen, doch es scheine die letzte Bereinigung zu sein.
Der Fehlbetrag von 3 Mrd. Fr. bis Ende November liege deutlich über den bisherigen Verlustschätzungen des Marktes in der Grössenordnung von 1 bis 1,5 Mrd. Franken. (SDA/snx)
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Risikoreduktion: Die Credit Suisse hat heute über eine Reihe von strategischen Massnahmen informiert. (Keystone)