Credit Suisse Boni der Bosse gekürzt

  • Publiziert: 20.10.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

7000 Mal hat die Credit Suisse den Rotstift angesetzt: Die obersten zwei Führungsebenen kassieren weniger Bonus – dafür wurde der Fixlohn erhöht. Die Banbk übernimmt damit Richtlinien der G20.

Die Top-Banker bekommen neu zwar höhere Fixanteile, dafür kleinere Boni. Zudem hat die CS zwei neue Instrumente kreiert, mit denen sich Erfolg nur langfristig bezahlt macht. Dies war auch das Anliegen der wichtigsten 20 Wirtschaftsnationen (G20) am Gipfeltreffen in Pittsburgh im September.

«Die Vergütungsprinzipien und die Anzreisysteme in der Finanzbranche werden gegenwärtig intensiv diskutiert», sagt CEO Brady Dougan. «Mit den heute angekündigten Änderungen in unserer Vergütungsstruktur bringen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Vergütung, die Interessen unserer Aktionäre und die Anliegen von Aufsichtsbehörden, Politik und Öffentlichkeit in ein gutes Gleichgewicht».

Finma: «Schritt in die richtige Richtung»

Die neuen Instrumente beziehen sich auf sogenannt aufgeschobene, variable Vergütungen. Bonuswerte über 125000 Franken gehen teilweise in diese Instrumente – je höher der Bonus, desto höher der Anteil, der aufgeschoben wird und damit über eine gewisse Zeit gesperrt bleibt.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) beurteilt die Änderungen als «Schritt in die richtige Richtung», wie Mediensprecher Alain Bichsel auf Anfrage der SDA sagte. Weiter kommentiert wird die neue Vergütungsstruktur aber nicht, denn die Finma wird im November neue Vergütungsregeln publizieren. (SDA/bih)

play Bei den Topleuten wird gespart: CS passt Boni-System an. (Keystone)

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