Rezession: Angst in Asien vor Ansteckung Börsen auf Talfahrt

  • Publiziert: 23.09.2011, Aktualisiert: 03.01.2012

HONGKONG - Zum Glück hatte die Börse in Tokio wegen eines Feiertages geschlossen. Denn andere asiatische Handelsplätze hatten nichts als Verluste zu verbuchen.

Die schlechte Börsenstimmung nimmt kein Ende. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um 2,3 Prozent auf 17.493,07 Zähler – der Kospi-Index in Südkorea stürzte gar um 4,8 Prozent auf 1.713,56 Punkte. In China lagen die Verluste unter einem Prozent.

Der australische Leitindex S&P ASX 200 lag nach einem Minus von 1,4 Prozent bei 3909,50 Punkten fing sich dann aber am frühern Nachmittag bei -0,5 Prozent. In Japan blieben die Märkte wegen eines Feiertages geschlossen.

Die Börsen in Süd- und Ostasien folgten damit dem Negativtrend in Europa und den USA von Donnerstag. Die Angst der Anleger vor einer erneuten Rezession hat die New Yorker Börse am deutlich ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index verlor 391,01 Punkte oder 3,5 Prozent und schloss bei 10733,83 Zählern.

G24 will mehr vom Westen

Zudem fürchten die asiatischen Staaten und andere Schwellenländer (G24) ein Übergreifen der Krise in den Industrienationen und fordern vor allem von der Eurozone entschiedenere Schritte.
Entwicklungsländer und aufstrebende Nationen hätten in der Vergangenheit wichtige Beiträge zur weltweiten Wirtschaftserholung geleistet, hiess es. Nun aber «sind wir besorgt über die Risiken eines ausgedehnten Abschwungs als Folge eines widrigen globalen Umfeldes».

Die Staatengruppe rief zu «eiligen, gemeinsamen und abgestimmten Massnahmen» auf, um der «Vertrauenskrise in den Industrienationen» sowie ihren Auswirkungen auf arme und aufstrebende Staaten zu begegnen. (SDA/mik)

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