Trotz Finanzkrise Banker-Löhne stellen alles in den Schatten

  • Publiziert: 17.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Matthias Pfander

BERN – Die aktuelle Lohnstudie aus Bern zeigt es. Je nach Stellung verdienen die Banker mehr als das Doppelte wie Mitarbeiter in anderen Branchen.

Das letzte Jahr war eines der schwärzesten in der Finanzbranche. Nicht so bei den Löhnen. Das zeigt die heute veröffentlichte Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (Blick.ch berichtete).Trotz Finanzkrise sind die Löhne in den Banken im Vergleich zur letzten Studie stark gestiegen. Das Ergebnis: Der Unterschied zu anderen Branchen ist noch grösser geworden als vor der Finanzkrise. Seit der letzten Erhebung haben die Bankerlöhne um 6,4 Prozent zugelegt. Sie wurden nur noch von den Löhnen in der Versicherungsbranche überholt, die um 6,7 Prozent zulegten.Während die Löhne bei den einfachen Angestellten unter Druck kamen, haben sie bei den oberen Chargen zugelegt. Am krassesten bei den Topmanagern. Er verdient in einer Bank im Schnitt 58333 Franken. Pro Monat. Das ist mehr als das Doppelte, was ein typischer Schweizer Topmanager verdient. Typisch heisst: «nur» 23942 Franken pro Monat.Bonus-KulturAber auch bei den Angestellten auf den unteren Hierarchiestufen ist der Unterschied eklatant. Der typische Schweizer Arbeitnehmer hat einen Monatslohn von 5823 Franken. In einer Bank sind es mit 9127 Franken über 50 Prozent mehr.Die Lohnstudie aus dem Jahr 2008 zeigt zudem: Die Schweiz ist ein Boni-Land. Die Beträge dieser Extrazahlungen sind innerhalb der letzten 10 Jahre von 6852 auf 13068 Franken gestiegen.Auch bei den Boni stellen die Zahlungen in den Banken jene in den anderen Branchen völlig in den Schatten. Im Schnitt werden 45300 Franken Bonus bezahlt. Also über drei Mal mehr. Schaut man nur die bestbezahlten Banker liegen die Bonuszahlungen pro Jahr sogar bei 139500 Franken.

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