WASHINGTON – In den USA feiert man die Kampagne gegen die Steuertrickser als Erfolg. Die meisten haben laut Angaben ein Konto in der Schweiz.
Der enorme Druck der USA zeigt offenbar Wirkung: Laut den Behörden in den USA haben sich bereits 14700 US-Steuersünder freiwillig angezeigt. Das seien in etwa doppelt so viele wie noch im Oktober gemeldet wurde.Die Zahl feiert der zuständige Staatsanwalt David Odgen mit den Worten: «Die Botschaft an die amerikanischen Steuerzahler ist klar: Die Ära des Bankgeheimnisses und der versteckten Vermögen ist vorbei.»Dass die meisten davon ein Konto bei einer Schweizer Bank hatten, lässt sich aus den Aussagen des amerikanischen Botschafters in der Schweiz, Donald Beyer, herauslesen.Beyer sagte am letzten Wochenende, es hätten sich bis jetzt 9000 US-Bürger mit einem Schweizer Bankkonto selbst angezeigt. Wie viele davon ein Konto bei der
UBS hatten ist jedoch nicht klar.400 UBS-Dossiers paratBei der Eidgenössischen Steuerverwaltung laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Sie hat von der UBS bereits 900 Kundendossiers erhalten. Von diesen sind bereits 400 soweit, dass eine Schlussverfügung erstellt werden konnte.An zwei Händen könne man die Zahl jener abzählen, die der Steuerverwaltung direkt die Erlaubnis gegeben haben, die Daten an die US-Behörden weiterzuleiten, hiess es heute in
Bern.Diese erhalten die betreffenden US-Kunden der UBS demnächst per Post zugestellt. Danach haben sie 30 Tage Zeit, vor Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einzureichen.Verzichten sie auf eine Beschwerde, landen ihre Daten etwa im Januar bei der US-Steuerbehörde IRS. Das Abkommen mit den USA sieht vor, dass die UBS bis im August 2010 4450 Kundendaten überstellen muss. Dann ziehen die USA ihre Klage gegen die Bank definitiv zurück. Ebenfalls zurückgezogen wird die Klage, wenn bis am 1. Januar oder später insgesamt 10000 Dossiers von US-Kunden der UBS in den Händen der US-Steuerfahndung landen. (pft, SDA)