Finanzkrise: Widmer-Schlumpf macht Mut

  • Publiziert: 02.10.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Eveline Widmer-Schlumpf. (Keystone)

BERN – Wegen der Finanzkrise hielt der Bundesrat heute eine Krisensitzung ab – und gab Entwarnung: Schweizer Banken haben genügend Eigenmittel.

Der Bundesrat habe eine Aussprache zur Finanzkrise geführt, sagte die stellvertretende Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Grundlage war eine ausführliche Lageanalyse der Nationalbank (SNB), der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) und des Finanzdepartements.

Die Finanzmarktkrise habe sich in den letzten Tagen akzentuiert und gezeigt, wie vernetzt das Finanzsystem sei, sagte Widmer- Schlumpf. «Der grosse und unbekannte Spieler ist die Aktualität. Wir verfolgen sie weiter mit und setzen uns dafür ein, dass die Stabilität des Finanzplatzes Schweiz sichergestellt werden kann.»

Von den Banken verlange die Schweiz eine höhere Eigenmitteldeckung als das Basel-II-Abkommen, sagte Widmer-Schlumpf. Die Banken erfüllten diese Anforderungen. Die EBK habe die nötigen aufsichtsrechtlichen Massnahmen getroffen, und die SNB sei für eine ausreichende Liquiditätsversorgung auf den Geldmärkten besorgt.

Bundesrat, EFD, EBK und SNB seien froh, dass der Paulson-Plan in den USA zu Stande gekommen sei, fuhr Widmer Schlumpf fort. Dieses gute Signal werde sich auch auf Europa positiv auswirken.

Die Zusammenarbeit innerhalb der Schweiz und der Informationsaustausch mit dem Ausland funktionierten gut. Ein koordiniertes Vorgehen sei damit möglich. (SDA)

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