Die CS kann oder will nicht sagen, wie viele Stellen der neuen Sparrunde zum Opfer fallen werden. Der Bankpersonalverband fordert stattdessen Kürzungen bei den oberen Löhnen.
Die Credit Suisse gab heute nicht nur bekannt, dass sie ihr Kapitalpolster vergrössert. Es soll auch gespart werden: Eine Milliarde Franken bis Ende 2013.
Fest steht, dass diese Einsparungen unter anderem mit einem Stellenabbau erreicht werden sollen. Wie viele Arbeitsplätze daran glauben werden, wollte CS-Chef Brady Dougan in einer Telefonkonferenz heute Morgen nicht verdeutlichen.
Um eine Grössenordnung zu geben, wies Dougan darauf hin, dass im 2-Milliarden-Franken-Kostensenkungsprogramm, das bereits abgeschlossen wurde, der Personalbestand um 2500 Mitarbeitende reduziert wurde.
Das würde bedeuten, es fallen bis Ende nächsten Jahres weitere rund 1200 Stellen weg. Doch das will weder Dougan noch die Pressestelle der CS bestätigen. «Es gibt neben dem Personal verschiedene Bereiche, wo man sparen kann», sagt Sprecher Marc Dosch zu Blick.ch.
Im Video-Interview mit der Nachrichtenagentur awp bekräftigt Dougan, dass «die Auswirkungen auf das Personal minimal» ausfallen werden. Im Übrigen gebe es in der Schweiz noch offene CS-Stellen.
Denise Chervet vom Schweizerischen Bankpersonalverband (Sbpv) befürchtet dennoch einen beträchtlichen Stellenabbau und warnt gleichzeitig: «Die Banken müssen sorgfältig mit Arbeitsplätzen in der Schweiz umgehen.»
Sie erwartet, dass vor allem bei den oberen Löhnen – über 200'000 Franken pro Jahr – Einsparungen vorgenommen werden. Chervet: «Das haben sie bisher nicht getan.» (alp)
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