Euro-Rückendeckung EZB-Chef Draghi lässt Börsen jubeln

  • Publiziert: 26.07.2012
Auch der Chef der Europäischen Zentralbank kann aufatmen (Archiv) play Auch der Chef der Europäischen Zentralbank kann aufatmen (Archiv) (sda)

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag nach Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi um rund 1,5 Cent nach oben geschossen. Die Aktienmärkte legten ebenfalls stark zu.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte überraschend Signale für mögliche Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) gegeben. Der Eurokurs stieg daraufhin auf 1,2287 Dollar. Vor den Aussagen von Draghi hatte er lediglich 1,2118 Dollar gekostet.

«Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten», sagte Draghi bei einer Rede in London. Im Rahmen des geldpolitischen Mandats sei die Notenbank bereit, alles Nötige zu tun. «Und glauben Sie mir - es wird ausreichen.»

Das reichte, um auch die letzten Anleger aus der Deckung zu holen: Europas Leitbörsen in London, Frankreich und Deutschland legten mehrere Prozent zu. Der Schweizer Leitindex SMI notiert aktuell fast 2 Prozent im Plus.

Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Euro im bisherigen Handelsverlauf weiterhin kaum und blieb in seinem Korsett knapp über dem von der SNB festgesetzten Mindestkurs gefangen. Aktuell kostet ein Euro 1,2010 Franken nach 1,2011 Franken am Morgen.

Der Dollar schwächte sich zum Franken wieder leicht ab und notierte derzeit auf 0,9794 Franken nach 0,9886 Franken am Morgen. Der Angriff auf die Parität scheint damit entgegen den Erwartungen der Devisenhändler noch etwas länger auf sich warten zu lassen, schreibt die Wirtschaftsnews-Agentur «AWP».

Die Devisenexperten der ZKB gehen nun davon aus, dass sich das Währungspaar kurzfristig zwischen 0,9860 und 0,9920 konsolidiert. Der langfristige Trend zeige aber nach wie vor nach oben. (uro)

Alle Kommentare (3)

  • Josef  Lenherr , Gams
    Die EZB wird alles nur Mögliche tun. Das sind nur leere Worte. Die Börsianer glauben das sogar noch. Schulden sind und bleiben Schulden . Der grösste Teil der Länder und ihre Menschen haben über ihre Verhältnisse gelebt. Die Konjunktur wurde mit immer neuen Schulden am Laufen gehalten. Jetzt ist das Spiell leider bald aus. Es ist absehbar, dass wir irgendwann bei NULL wieder beginnen müssen. Verlieren werden alle, die Bargeld besitzen. Das sind die Sparer, die Versicherungen und was am meisten weh tun wird,sämtliche Pensionskassen. Wir können nur hoffen und den Politikern und den Notenbanken die Daumen drücken, dass sie noch eine Weile alles notfallmässig über Wasser halten können.
    • 26.07.2012
    • 32
    • 6
    • Rees  Keller , Basel
      Mit Schulden lässt sich hervorragend Geld verdienen. Dass die EZB ein solches Statement verfasst, bzw. verfassen muss ist logisch. Der Markt hat positiv reagiert was für viele Anleger Gewinn bedeutet und das ist das was die Börsianer interessiert. Wie die Verlierer in Ihrem Szenario wirklich aussehen würden ist abhängig von der Strategie die man als Bank, Versicherung oder Pensionskasse fährt. Was man vermutlich aber sagen kann ist, dass es den "Kleinen" treffen würde...
      • 26.07.2012
      • als Kommentar auf Josef  Lenherr , Gams
      • 8
      • 2
  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    ist ja sagenhaft.
    Der Euro ist zum Schweizer Franken im Moment zu gestern um 0.00006 Prozent gestiegen.
    Das wird die Kasse der SNB freuen.
    Gruss vom Atoll

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