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Auch der Chef der Europäischen Zentralbank kann aufatmen (Archiv) (sda)
Der Kurs des Euro ist am Donnerstag nach Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi um rund 1,5 Cent nach oben geschossen. Die Aktienmärkte legten ebenfalls stark zu.
EZB-Präsident Mario Draghi hatte überraschend Signale für mögliche Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) gegeben. Der Eurokurs stieg daraufhin auf 1,2287 Dollar. Vor den Aussagen von Draghi hatte er lediglich 1,2118 Dollar gekostet.
«Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten», sagte Draghi bei einer Rede in London. Im Rahmen des geldpolitischen Mandats sei die Notenbank bereit, alles Nötige zu tun. «Und glauben Sie mir - es wird ausreichen.»
Das reichte, um auch die letzten Anleger aus der Deckung zu holen: Europas Leitbörsen in London, Frankreich und Deutschland legten mehrere Prozent zu. Der Schweizer Leitindex SMI notiert aktuell fast 2 Prozent im Plus.
Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Euro im bisherigen Handelsverlauf weiterhin kaum und blieb in seinem Korsett knapp über dem von der SNB festgesetzten Mindestkurs gefangen. Aktuell kostet ein Euro 1,2010 Franken nach 1,2011 Franken am Morgen.
Der Dollar schwächte sich zum Franken wieder leicht ab und notierte derzeit auf 0,9794 Franken nach 0,9886 Franken am Morgen. Der Angriff auf die Parität scheint damit entgegen den Erwartungen der Devisenhändler noch etwas länger auf sich warten zu lassen, schreibt die Wirtschaftsnews-Agentur «AWP».
Die Devisenexperten der ZKB gehen nun davon aus, dass sich das Währungspaar kurzfristig zwischen 0,9860 und 0,9920 konsolidiert. Der langfristige Trend zeige aber nach wie vor nach oben. (uro)
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