Milliarden-Betrug? Ex-CS-Banker sollen bluten

  • Publiziert: 27.09.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

NEW YORK – Zwei Millionen Dollar Strafe soll ein früherer Wall-Street-Händler den USA zahlen. Auch einem weiteren Ex-Angestellten der Credit Suisse droht mächtig Ärger.

Die US-Börsenaufsicht wirft den Händlern vor, unter falschen Angaben ARS-Anleihen (Auction Rate Securities) verkauft und damit Kunden um über eine Milliarde Dollar betrogen zu haben. Die beiden sollen ihren Kunden weis gemacht haben, es handle sich dabei um Papiere, die solid gesichert seien und auf staatlich garantierten Studentenkrediten basierten.

Ein Trader soll das Geld zu Unrecht in sein Heimatland Bulgarien überwiesen haben. Gemeinsam mit dem Bulgaren muss sich im April ein zweiter ehemaliger Händler der Schweizer Grossbank vor Gericht verantworten. Die US-Justiz hatte die beiden am 3. September angeklagt.

Auction Rate Securities sind Wertpapiere, die für die Refinanzierung von Krediten eingesetzt werden. Der Zinssatz wird in regelmässigen Versteigerungen neu festgelegt.

Die beiden Händler waren für die in New York ansässige Credit Suisse Securities (USA) LLC tätig. Sie wurden nach Angaben der CS im September 2007 von ihrer Arbeit suspendiert und reichten darauf ihre Kündigung ein. (SDA)

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