Ex-CEO der Grossbank greift die CS an Brady Dougan gründet eigene Bank

ZÜRICH - Brady Dougan (57) meldet sich zurück. Der Ex-CS-Chef gründet eine eigene Bank und konkurrenziert seinen früheren Arbeitgeber.

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Meldet sich zurück: Brady Dougan gründet selbst eine Bank. Keystone

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Fast eineinhalb Jahre lang herrscht bei Brady Dougan Funkstille. Gleich nach seinem Abgang bei der Credit Suisse Mitte 2015 hatte sich der Bonuskönig in die USA zurückgezogen. Doch der Marathonläufer liegt nicht auf der faulen Haut: Dougan stehe vor der Gründung einer eigenen Bank, berichtet das «Wall Street Journal» heute. 

Gemäss dem Bericht will Dougan bereits im nächsten Frühling loslegen. Seine Firma verfüge über finanzielle Zusagen über drei Milliarden Dollar. Das Geld stamme von Scepter Partners, einer Gruppe von ultrareichen Familien und Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Das Netzwerk soll über ein Vermögen von mehr als 100 Milliarden Dollar verfügen. 

Frontalangriff auf CS

Dougans Bank wird zur Konkurrenz für die Credit Suisse und andere Investmentbanken. Der Ex-CEO plant eine Handelsbank, die auf Kapitalmarkt- und Handelsgeschäfte spezialisiert ist. Mit der neuen Firma wolle Dougan die Wall-Street-Banken in deren Kerngeschäft angreifen, schreibt die US-Zeitung.  

Bei der CS gehörte Brady Dougan zu den Verteidigern einer starken Investmentbank. Seit der Finanzkrise hat der Handel mit Aktien und Obligationen aber dramatisch an Attraktivität verloren, da die Regulatoren höhere Sicherheiten fordern. Diese Entwicklung wollte Dougan lange nicht wahrhaben. Sein Festhalten am Investmentbanking gehört zu den Gründen, weswegen die Credit Suisse heute schlechter dasteht als ihr grosser Rivale UBS. (gs)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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9 Kommentare
  • Annemarie   Setz 23.11.2016
    Erstens gibt es üblicherweise ein Konkurrenzverbot, an das sich auch Angestellte und Beamte halten müssen, Brady Dougan offenbar nicht. Zweitens erhielt er Abgangsentschädigung dafür, dass er der CS mehr geschadet als genützt hat. Drittens tut er sich mit undurchsichtigen Arabern zusammen und gründet Geine eigene Bank, um der CS an den Karren zu fahren. Soviel Geldgier kann nur ein Amerikaner haben, der sicher nicht der Schweiz etwas Gutes tun will.
  • Peter  Marthaler aus Chur
    23.11.2016
    Ach, gabs da beim Vertrag mit der CS keine Konkurerenzverbotsklausel?
    • Ueli  Maier aus Dübendorf
      23.11.2016
      Sorgen machen Sie sich... Schlimmstenfalls bezahlt Brady eine vorher ausgehandelte Konventionalstrafe und erstattet ein nachzuweisender Schaden. Die verhandelnden Anwälte werden das schon vor Bradys Anritt bei CS als CEO klar gemacht haben. Unter Umständen greift aber auch Art 340c, 2. Abs. OR
  • Mario  Elser aus Allschwil
    23.11.2016
    Banker Brady Dougan hat von 2007 bis 2015 als CEO der Credit Suisse weit über 100 Millionen Franken "verdient". Dougan gehört zu jener Spezies von globalen Managersöldnern, die wie Heuschrecken erbarmungslos abgrasen... Eigentlich müsste die Credit Suisse, wie dies die Deutsche Bank bei Ex-CEO Joe Ackermann für dessen verfehlte Managerleistung tut,, auch Brady Dougans Bonimillionen zurückverlangen.....
  • Paul  Neidhart aus Zürich
    23.11.2016
    wenn man sich den Aktienkurs vvon CS anschaut kann der Dougan nix ausser kassieren und schönreden. Wobei er nicht der einzige überschätzte Manager in CH ist
  • Urs  Saladin , via Facebook 23.11.2016
    Die CS kann ja kaum so dumm sein, kein Konkurrenzverbot einzubauen mit solch hohen Abfindungssummen! Oder gibt es Konkurrenzverbote nur für die kleinen Angestellten?