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Nach den hektischen Tagen Anfang Woche und dem Absturz um rund vier Rappen schien sich der Euro am Mittwoch etwas gefangen zu haben. Doch in der Nacht auf heute erlitt er einen neuen Schwächeanfall.
Gestern Abend erreichte die europäische Währung einen neuen historischen Tiefstand: 1.1489 Franken. Damit hat der Euro zum ersten Mal in seiner Geschichte die Grenze von 1.15 Franken durchbrochen.
Grund für den Taucher: Die Rating-Agentur Fitch hat am Mittwochabend die Kreditwürdigkeit Griechenlands erneut deutlich abgestuft undauf «CCC» herabgestuft. Auf dieser Stufe wird bereits mit Zahlungsausfällen gerechnet.
Der Franken stark wie nie
Dem Dollar ergeht es nicht besser. Nach Mitternacht kostete er zeitweise noch 80,84 Rappen. Auch dieser Wert ist der niedrigste in der Geschichte.
Somit hat der Franken gleichzeitig gegenüber den beiden wichtigsten Währungen einen neuen Rekordstand erreicht. Die Frankenstärke gilt als derzeit grösste Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft.
USA zahlungsunfähig?
Auslöser für den erneuten Dollar-Absturz war ebenfalls eine Rating-Agentur. Moodys erklärte gestern, wegen des Schuldenstreits in den USA bestehe «ein kleines, aber wachsendes Risiko» einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit. Zudem sei die Bestnote «AAA» für US-Staatsanleihen in Frage gestellt.
Präsident Barack Obama muss sich in den nächsten Tagen mit den Republikanern darauf einigen, die gesetzliche Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar anzuheben. Der Streit dauert seit Monaten an. Bis zum 2. August muss eine Einigung erzielt werden, weil die USA sonst ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.