Es winken 15'000 Franken Migros und Co. reissen sich um Post-Agenturen

Volg betreibt bereits rund 300 Postagenturen in seinen Läden. Und lockt so zusätzliche Kunden an. Die Post will neue Agenturen schaffen. Diese Chance wollen sich Migros und Co. nicht entgehen lassen.

Wie Volg: Migros und Co. reissen sich um lukrative Post-Agenturen play

Postdienstleistungen neben dem Katzenfutter: So sieht eine Postagentur bei Volg aus.

Keystone

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Am Mittwoch liess die Post die Bombe platzen: Bis 2020 sollen bis zu 600 Poststellen ihre Schalter schliessen. 1200 Angestellte bangen um ihren Job. Der gelbe Riese setzt künftig vermehrt auf Postagenturen, die bei Dritten eingemietet sind. In Apotheken, auf Gemeinden oder in Dorfläden.

Volg etwa betreibt bereits rund 300 Postagenturen. Jährlich verdiene ein Volgladen rund 15’000 Franken mit einer Agentur, berichtet die «NZZ am Sonntag». Volg bekommt ein Fixum für die Miete.

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«Wir müssen die Infrastruktur entsprechend anpassen und die Kassen so programmieren, dass sie die Strichcodemarke lesen können. Zu einem variablen Teil sind wir zudem am Umsatz beteiligt», sagt Volg-Chef Ferdinand Hirsig. Was Volg genau verdient, behält er aber für sich.

Migros zeigt Interesse

Volg profitiert von den Agenturen, weil sie ihnen Kunden in die Läden bringt. Hirsig rechnet damit, dass mit den weiteren Schliessungen auch andere Detailhändler auf den Geschmack kommen. Und prompt: Die Migros zeigt Interesse an einem Ausbau der Zusammenarbeit. Derzeit hat betreibt sie in zehn Filialen eine Postagentur.

Denner führt 15 Agenturen. Und überlässt es den von Partnern geführten Filialen, ob sie mit der Post ins Geschäft kommen will. Nur Coop gibt sich gegenüber der «NZZ am Sonntag» bedeckt. Man sei aber an Innovationen interessiert. (pbe)

Publiziert am 30.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
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23 Kommentare
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    31.10.2016
    Jammmern auf sehr hohem Niveau ! Zuerst vor Jahren wegen den reduzierten Schlateröffnungszeiten, dann wegen dem "Gemischtwarenladen Post", jetzt wegen dem Verschwinden von 600 Poststellen.Die Post gibt ja nicht ihren Service auf, ansonsten sie zum Verkauf ausgeschrieben wäre. Aber die Vorteile der viel längeren Agenturöffnungszeiten, den Vorteil, dass der Briefbote, dort wo es keine Poststellen mehr gibt, den gleichen Service bietet wie das Büro - ist vergessen gegangen !
  • Dani  Rosso 31.10.2016
    Gde Kleindöttingen... Post seit kurzem geschlossen... Kann neu in einem Geschäft in der Nähe erledigt werden... Rechnung mit Bargeld bezahlen, gemäss Aussage Besitzer unmöglich... darf kein Bargeld annehmen... OK ab Postkonto geht es... falls sie eines haben.. sonst ab in die Nachbargemeinde...
  • Henri  Steinlin aus Courchavon JU
    31.10.2016
    Das waren noch Zeiten als der Pöstler mit dem steifen Hut noch an der Haustüre die AHV auszahlte, Postkarten mit Feriengrüssen von Freunden zustellte und das Herz schneller schlug wenn ein lang erwarteter Liebesbrief in der Post war. Auch alle die hier schimpfen haben halt ein Konto, eine Bankomatkarte und senden die Feriengrüsse mit dem Selfie mit dem Handy. Die Zeiten ändern sich und die Post muss es auch.
  • Werner  Rutishauser aus St.Gallen
    31.10.2016
    Ich verstehe nicht dass der Bund der Post am Sonntag die Zustellung verbietet und die Post nötigt die Arbeit an Dritte zu übertragen. Damit macht sich der Bundesrat am Stellenabbau und Lohndumping schuldig. Des Weiteren ist klagt Ruoff über zu wenig Kunden an Schaltern mit gelben Büchlein; nun Ältere und IT-Cracks wollen gerne mit Bargeld zahlen, in Agenturen nicht möglich - das ist Zwang und dumm. Und die Pläne zum Abbau existieren entegen der Aussage schon unter Gygi seit 2001! Sie lügt also!
  • Urs  Hagen 30.10.2016
    In Deutschland sieht man wozu man noch einen Postschalter der Post braucht, für nichts. Der Postbote wiederum ist Gold wert, bis Samstag Nachmittag werden noch Pakete ausgeliefert. Die Zustelldauer unschlagbar, getern bestellt und heute geliefert, weil die Konkurrenz nicht schläft.