Erster Rückgang seit Sommer Eigentumswohnungen werden günstiger

ZÜRICH - Stockwerkeigentum ist für weniger Geld zu haben, nachdem die Preise seit Anfang Jahr deutlich gestiegen sind. Die Mieten blieben im November stabil. Das zeigt der «Swiss Real Estate Offer Index».

Immobilien: Eigentumswohnungen seit Sommer zum ersten Mal günstiger play
Die Preise für Stockwerkeigentum gehen runter. MARTIAL TREZZINI

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Wirtschaft

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Jetzt sinken die Kosten für Eigentumswohnungen. Während sich die durchschnittlichen Preise für Einfamilienhäuser schon seit Jahren stabilisiert haben (siehe Grafik unten), ist neu auch Stockwerkeigentum wieder günstiger zu erwerben. Dieses war seit Anfang 2016 massiv teurer geworden. Der Quadratmeter Nettowohnfläche kostet in der Kategorie Stockwerkeigentum im Moment durchschnittlich 7135 Franken. Das zeigt der heute publizierte «Swiss Real Estate Offer Index», der von den Immobilienexperten von Immoscout24 und Iazi publiziert wird.

Tiefzinsumfeld mit Einfluss – bringt Trump die Wende?

Auch Einfamilienhäuser sind seit Anfang Jahr teurer geworden (+1,3 Prozent). Interessant wird, auch mit Blick auf die USA, die weitere Entwicklung sein. Waeber: «Mit Donald Trump scheint den Zinsmärkten wieder Leben eingehaucht worden zu sein», sagt Martin Waeber, Direktor Immoscout24.

Immobilien: Eigentumswohnungen seit Sommer zum ersten Mal günstiger play
Billigeres Stockwerkeigentum nach Anstieg seit Anfang Jahr: Der Swiss Real Estate Offer Index von Immoscout24 und Iazi.

Denn genau dieses aktuelle Tiefzinsumfeld sorgt dafür, dass aktuell in der Schweiz Kaufen deutlich attraktiver ist als Mieten. Insbesondere auf dem Land stehen immer mehr Wohnungen leer. «Die Mieter sind nicht mehr bereit, für zweitklassige Lagen jeden Preis zu zahlen», sagt Martin Neff (56), Chefökonom der Raiffeisenbank, kürzlich im BLICK. «Die Schmerzgrenze ist erreicht.»

Unterschiede nach Regionen

Im November liegen die Mieten in den Grossregionen Zürich und Genfersee mit einem Plus von je 0,2 Prozent im positiven Bereich. Im Tessin stiegen sie um 2 Prozent, womit diese Grossregion das im Oktober verlorene Terrain wieder aufgeholt hat. Im negativen Bereich finden sich die Nordwestschweiz (–0,6 Prozent), die Ostschweiz (–0,4 Prozent) und die Zentralschweiz (–0,8 Prozent) wieder. (kst)

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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5 Kommentare
  • peter  schneiter gestern, 11:50 Uhr
    Die sturen Banken sollen endlich weg vom unrealistischen kalkulatorischem Zins von sage und schreibe 5 Prozent! Wird bestimmt in den nächsten 20 Jahren nicht erreichbar sein. Die Wirtschaft hat sich gegenüber den 90er Jahren massiv verändert, deshalb hinkt der Vergleich. Zinssatz auf 2,8 Prozent und dann können sich auch normal sterbliche eine schöne Wohnung leisten.
  • Peter  Rechsteiner aus Basel
    gestern, 10:33 Uhr
    Habe gerade im Baselland eine Eigentumswohnung gesehen für 1.1 Mio, die Küche kostet CHF 22000.-. Einfach krank wenn man für diesen Preis keinen Luxus bekommt..
    • Günter  Kaußen aus Köln
      gestern, 11:40 Uhr
      Wenn Sie weitere Anzeigen von Stockwerkseigentum betrachten, sind sanitäre Küchen- und Badinstallationen sowie Fliesen meist noch aus dem Erbauungsjahr, teilweise über 40 Jahre alt.

      Oft noch kein Einhebelmischer, sondern separate Wasserhähne für Warm- und Kaltwasser.

      Des Weiteren Elektroboiler, um sich die Leitungsstränge für eine Warmwasserzirkulation zu ersparen.

      Kaufpreise jedoch durchwegs ab mittleren, sechsstelligen Beträgen.
  • Günter  Kaußen aus Köln
    gestern, 09:48 Uhr
    Erinnern Sie sich zurück, mit welcher Motivation Spanier und Italiener vor 10 Jahren zu damaligen Höchstpreisen und Zinsen Immobilien erwarben.

    Der Schlüssel zu weiter ansteigenden Immobilienpreisen sind höhere Löhne und Gehälter.

    Mittelfristig werden die aktuellen Immobilienpreise nicht zu halten sein, wenn Löhne und Gehälter weiter im Rahmen des internationalen Drucks stagnieren bis sinken.
  • Paul  Entlebucher gestern, 09:41 Uhr
    Es besteht allerdings das Dilemma, dass die Mieter zwar nicht mehr gewillt sind, jeden Preis zu bezahlen, sich den Kauf einer Immobilie aber in vielen Fallen auch nicht leisten können, da die Banken noch mit einem kalkulatiorischen Zins von 5 Prozent rechnen. Dadurch ist die Tragbarkeit in den meisten Fallen nicht gegeben, wenn nicht genügend Kapital vorhanden ist.