Er streicht gerade 6000 Stellen CS-Thiam kassiert 18,9 Millionen!

ZÜRICH - Ein saftiges Willkommensgeld und ein beachtlicher Lohn. Der Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam sahnte während seiner kurzen Zeit in der Schweiz bereits kräftig ab.

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CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, erhielt 2015 total 19 Millionen Franken. Keystone

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Die Grossbank schreibt rote Zahlen, der Chef erhält ein goldenes Salär: Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam (53) hat 2015 insgesamt 18,9 Millionen Franken verdient.

Teil des Gehalts ist einerseits ein Ablösegeld von 14,3 Millionen Franken. Das ist die Entschädigung für entgangene Boni beim vorherigen Arbeitgeber, dem Versicherungsriese Prudential.

Andrerseits erhält Thiam von der CS einen Lohn von 4,57 Millionen Franken. Das ist zwar weniger als sein Vorgänger, Brady Dougan (56), erhalten hatte. Dieser bekam 9,7 Millionen Franken. Allerdings hat Thiam aber erst Mitte Jahr angefangen.

Verzicht ohne wirklichen Verzicht

Im Februar sagte Thiam in einem Zeitungsinterview, er wolle aufgrund der schlechten Zahlen der Bank auf einen substanziellen Teil seines Bonus verzichten.

Laut Geschäftsbericht liegt der variable Lohnanteil nun tatsächlich 40 Prozent unter dem ursprünglichen Zielwert. Der Fixanteil betrug 1,7 Millionen und der variable 2,9 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat zeige sich dennoch höchst zufrieden mit der Leistung Thiams.

Einen Abstrich bedeutet das für Thiam trotzdem nicht. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber verdiente er 2014 insgesamt 18 Millionen Franken.

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner (56) hat 3,2 Millionen Franken erhalten, wie aus dem heute publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Vorjahr waren es 3,6 Millionen Franken gewesen. Entgegen der Spekulationen über einen möglichen Rücktritt stellt sich Rohner zur Wiederwahl an der kommenden GV.

6000 Stellen weg

Die Credit Suisse hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 2,9 Milliarden Franken abgeschlossen. Grund dafür ist vor allem eine Wertberichtigung auf einer Akquisition aus dem Jahr 2000.

Thiam stiert nun ein strenges Sparprogramm durch, unter dem die Bank 6000 Stellen streicht und bis 2018 4,3 Miliarden Franken einsparen will (BLICK berichtete).

Publiziert am 24.03.2016 | Aktualisiert am 28.06.2016
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104 Kommentare
  • Michael  Schreier 27.03.2016
    Der und die Sportler/innen ,Musiker/innen etc. sind enorm wichtig; Brot und Spiele!
  • Manfred  Schnyder aus Wanzwil
    24.03.2016
    Eine schlechte Ausgangslage, die CS wird viel zu klein für größere Kapitalmärkte. Stellen streichen kann jeder, halten und weiter ausbauen ist eine Kunst.
  • Jorge  Suizo aus San Cristobal
    24.03.2016
    Wie ist so etwas möglich?! Die CS gehört ihm nicht, er ist ein Arbeitnehmer der CS, die den Aktionären gehört. Wer als Arbeitnehmer -mit Hilfe anderer Abzocker - solche Entschädigungen nimmt, erfüllt nach meiner Meinung den Straftatbestand der Veruntreuung. Und was macht er für die immense Summe von CHF 18900000? Er entlässt einfach Tausende von Mitarbeitern. Das kann jeder Ökonomiestudent ab dem 2. Semester. Dass so etwas in einem sog. Rechtsstaat möglich ist, ist einfach unglaublich.
  • Burkhard  Vetsch 24.03.2016
    Verdient hat er ja wohl nicht, wenn man als Arbeitgeber 6000 Leute entlassen muss um die Bilanz zu schönigen.
    Das ist absurd, 18 Mil. und 6000 Leute stehen auf der Strasse.
    Die Bilanz ist im Minus, so möchte ich auch mal arbeiten.
  • Steph  la Chef 24.03.2016
    Da fehlen einem die Worte zum schreiben.Aber die Firmen,Banken und und und sind selber Schuld,wenn sie diesen sogenannten CEOs solche Verträge unterjubeln.