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Damit käme der eiskalte Ingenieur des Schreckens nicht hinter Gittern, sondern in eine geschlossene psychiatrische Anstalt, «Bild am Sonntag» berichtet.
Rudolf Mayer, ein bekannter Anwalt aus Wien, hat seinen Mandanten schon zwei Mal in Untersuchungshaft besucht und ist für sich zu eine eindeutigen Schluss gekommen: «Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist Josef Fritzl psychisch krank und damit unzurechnungsfähig», sagt der Jurist.
«Als ich ihn das erste Mal traf, schoss mir sofort der lateinische Begriff ‹Pater familias› in den Kopf. Damit bezeichnete man früher das absolute Familienoberhaupt – fürsorglich, aber mit sehr strenger Hand. Heute würde man dazu wohl Patriarch sagen», so Mayer weiter.
Doch seine Taten sprechen eine andere Sprache: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch und Freiheitsberaubung vor. Weil im Keller ein Neugeborenes drei Tage nach der Geburt gestorben sein soll, muss sich Fritzl möglicherweise ausserdem wegen Mordes durch Unterlassung verantworten.
Wie es tatsächlich um den Geisteszustand des 73-Jährigen steht, will das Gericht in einem Gutachten abklären lassen. Doch selbst bei voller Zurechnungsfähigkeit droht dem Inzest-Monster von Amstetten eine Strafe von maximal 15 Jahren, wenn ihm der Mord nicht nachgewiesen werden kann. (bih)