Entwickler steigt aus: Steht Bitcoin vor dem Aus?

Die virtuelle Währung Bitcoin hat einen wichtigen Entwickler verloren. Und der kritisiert das Projekt jetzt heftig.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 BLICK hat verglichen Mit diesen Kundenkarten punkten Sie am meisten
2 Nach Suva-Entscheid gegen Uber Jetzt zittern die Taxifahrer
3 CS-Aktie sinkt auf 10,00 Franken – aber nicht drunter Retten...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
21 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

 

A Bitcoin sign can be seen on display at a bar in central Sydney, Australia play
Bitcoin ist in der Krise. REUTERS

Bitcoin ist in der Krise. Die virtuelle Währung hat schon viele Rückschläge hinnehmen müssen – etwa den Bankrott der grössten Bitcoin-Börse Mt. Gox. «Doch dieses Mal ist es anders», sagt Mike Hearn. 

«Was als neue, dezentralisierte Form von Geld gedacht war, ist ein System geworden, das vollständig nur von einer Handvoll Leute kontrolliert wird.»

Hearns Aussagen haben in der Bitcoin-Gemeinde Gewicht. Gehört er doch zu den wichtigsten Entwickler der Währung. Für den früheren Google-Programmierer ist klar: «Das Projekt ist gescheitert.» Er hat darum all seine Bitcoins abgestossen. 

Abgänge und technische Probleme

Vergangenen Sommer hat bereits Gavin Andresen, damals IT-Chef bei Bitcoin, dem Projekt den Rücken gekehrt und ein Alternativprojekt gegründet. Auch er gehörte zum Ur-Kern des Teams. Auf den Wert der Währung hatte sein Abgang aber keinen Einfluss.

Ganz anders bei Hearn. Nachdem er auf seinem Blog den Rücktritt bekannt gab, sackte der Bitcoin um bis zu 20 Prozent ab. Mittlerweile hat er sich etwas erholt und notiert nun bei 382 Dollar. Doch vom Höchstkurs von 1216 Dollar ist sie weit entfernt, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Hearn kritisiert technische Probleme. Vor allem die Bitcoin-Datenbank, welche zunehmen an ihre Grenzen stösst. Das führe zu Wartezeiten und Engpässen. Der Entwickler verlangt darum, das System zu verändern – «ansonsten wird Bitcoin in die Bedeutungslosigkeit abrutschen», sagt er. Doch die Gemeinde habe kein Interesse daran.

«Auch andere Programmierer haben nach Änderungen verlangt», fährt Hearn weiter fort. Die hätten dafür Todesdrohungen gekriegt. 

Noch ist der grosse Ausverkauf ausgeblieben. Doch Hearn warnt: «Der Preis ist reine Spekulation. Er basiert allein auf der Annahme, dass dies die Währung von morgen sein könnte.»

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 20.06.2016
teilen
teilen
21 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden
Von Reportern belagert: Angeblicher Bitcoin-Gründer gefunden

TOP-VIDEOS

1 Kommentare
  • Philippe  Roduner aus St.Gallen
    19.01.2016
    Mike Hearn hat DREI !!! Codeschnipsel zum Bitcoin-Programm beigetragen. Das ist mit vom wenigsten, was möglich ist. Aber er hat offensichtlich ein so grosses Ego, dass er Journalisten davon zu überzeugen vermag, dass ohne ihn nichts mehr läuft. Fazit: Hearn hat gebrüllt, ein paar Zeitungen durften ihre Schlagzeilen haben, Bitcoin besteht weiter.