Entlassungen und Filialschliessungen Musik Hug steht das Wasser bis zum Hals

Paukenschlag bei Musik Hug: Ein grosser Teil der Stellen soll gestrichen werden. In St. Gallen macht der Laden dicht. Um zu überleben, muss sich die Gruppe neu aufstellen.

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Das Zürcher Geschäft am Limmatquai ist von der Schliessung nicht betroffen. Printscreen

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Weniger Filialen und Mitarbeiter: Bei der Gruppe Musik Hug droht ein Abbau von 85 Stellen - die meisten wohl durch Kündigung. Das Unternehmen hat die strategische Neuausrichtung beschleunigt, um die wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Über die definitiven Massnahmen entscheidet Musik Hug Ende Oktober.

Die Gruppe Musik Hug plane konkret, den Standort in St. Gallen zu schliessen und das Verkaufslokal in Basel aufzugeben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Piano-Serviceleistungen an den beiden Standorten sind davon nicht betroffen.

Ausserdem soll mit der Zusammenlegung des Verkaufsgeschäfts Jecklin mit dem Stammhaus von Musik Hug am Limmatquai der Standort Zürich an die neuen Marktbedürfnisse angepasst und das neue Ladenkonzept umgesetzt werden.

Zudem ist die Reduktion einiger administrativer Dienste in Bülach und Zürich geplant. Diese soll eine weitere Kostensenkung bewirken, «die notwendig ist, um am Markt bestehen zu können», heisst es weiter. Gemäss Musik Hug machen die Massnahmen voraussichtlich einen Abbau von 85 Stellen notwendig, die meisten davon wohl durch Kündigungen.

Das Unternehmen, das die Mitarbeiter am Dienstag über die Pläne informiert hat, werde gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen Sozialplan erarbeiten. Zudem wurde ebenfalls am Dienstag das reguläre Konsultationsverfahren eröffnet. Dieses dauert bis am 23. Oktober, danach werde über die definitiven Massnahmen entschieden.

Das Traditionsunternehmen, das 1807 gegründet wurde, macht das schwierige Marktumfeld für die zusätzlichen Massnahmen verantwortlich. Die Musikbranche habe den fast vollständigen Wegfall des stationären CD-Geschäfts, den massiven Nachfragerückgang bei physischen Noten sowie einigen Instrumentengruppen - vor allem im Blasinstrumentenbereich - zu verkraften. (SDA/hoa)

Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
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6 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    12.10.2016
    Was sind das für hochbezahlte "Spitzen-Manager" bei Hug. Was jeder Alleinunternehmer weiss, scheint bei Hug ein Buch mit 7 Siegeln zu sein. Wenn eine Produktgruppe abnimmt oder wie Hug schreibt förmlich wegbricht, muss man sofort dort investieren, wo der Markt noch funktioniert und wo Potenzial noch darauf wartet ausgeschöpft zu werden. Wäre ich Hug-Chef oder Besitzer, ich würde zuallererst eine Generalkündigung für das obere Management aussprechen!
  • Kevin  Kern 11.10.2016
    Musik Hug gehört schon lange abgeschafft. In einem "Musik"laden welcher "Siezt" beschäftigt keine richtigen Musiker. Rühmen sich selbst mir riesen Gitarrensortiment bei fünf Gitarren im Schrank (Filiale St. Gallen). Wir Musiker kaufen nicht alles im Internet, wir kaufen nicht bei euch. Nehmt euch ein Beispiel am Musikhaus Blue Wonder (SG, Amriswil, Buchs, Chur). So muss!
  • stefan  Könitzer aus Frauenfeld
    11.10.2016
    Kein Wunder, ein Musikhaus, in welchem "Berühren verboten" an den Musikinstrumenten steht und man sich nicht mit "Du" anspricht, wie in jedem anderen Musikgeschäft, erinnert mehr an eine verstaubte Bibliothek.
    • Ferdinand  Frei aus Tanger
      11.10.2016
      Die Branche hat jahrzentelang an den weit überrissenen CD Preisen abkassiert bis zum geht nicht mehr... wo ist dieses Geld geblieben?
    • Gabor  Posch 11.10.2016
      Das mit dem Berühren verboten hat halt mehr damit zu tun, dass Papi und Mami mit ihren Blagen ins Haus kommen und die Kids mangels Erziehung auf allem rumturnen. Und Sie wollen mir doch nicht ernsthaft weismachen, dass es eine qualitative Rolle spielt, ob man mit Tschäse Häse oder Grüezi wohl, Sie angesprochen wird.
    • Silvio  Mayer , via Facebook 11.10.2016
      Ferdinand Frei: Damit wurden die Löhne vom Personal bezahlt. Online Shops brauchen weniger Personal, das noch schlechter als Verkaufspersonal bezahlt ist. Auch kostet eine Lagerhalle auf dem Land weniger als eine Ladengeschäft in der Stadt. Als nächstes sind generell bei den Firmen Bürojobs dran, wieso ein Büro in der Schweiz unterhalten, wenn es auch in Deutschland stehen kann.