Entfallen die Sanktionen? Obama hilft der Credit Suisse

Stolze 2,5 Milliarden Franken Busse musste die Credit Suisse den Amis wegen Steuervergehen zahlen. Doch der Schuldspruch steht noch aus. Dabei hat die Grossbank den Präsidenten Obama auf ihrer Seite. Dieser sorgt sich um US-Pensionskassengelder.

Brady Dougan (54) am Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich. Seit 2007 führt er die Schweizer Grossbank. play
Brady Dougan hat Obama auf seiner Seite. Sabine Wunderlin

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Unbestritten, 2,5 Milliarden US-Dollar Busse für Steuervergehen sind keine Kleinigkeit. Glück im Unglück: Die Credit Suisse konnte ihre Banklizenz behalten und musste nur wenig Kundendaten der US-Steuerbehörde preisgeben.

Geht es nach dem US-Präsidenten Barack Obama, wirds nicht schlimmer kommen. Wie das Finanzportal «finews.ch» berichtet, soll der ausstehende Schuldspruch nur rein symbolischen Charakter haben - Sanktionen soll es keine geben!

Eigennütziger Entscheid

Obama hat nicht etwa Mitleid, er verfolgt nur eigene Interessen: Käme es zu einem Schuldspruch mit Sanktionen, hätte die CS ein Problem. Denn «kriminelle Organisationen» dürfen gemäss US-Gesetz keine Dienstleistungen als «qualifizierte und professionelle Asset Manager» erbringen.

Dann könnte die Bank keine Pensionsgelder mehr verwalten. Das Risiko ist Obama offensichtlich zu hoch. Er will keine Vorsorgegelder gefährden.

Der Entscheid zum Schuldspruch wird Mitte Oktober erwartet.

Möglicherweise spielt noch ein anderer Faktor eine Rolle: Wie eine Studie der «London Business School» beweist, hat die CS bis Ende 2013 rund 15,5 Millionen Dollar für Lobbying in Washington ausgegeben. (bam)

Publiziert am 12.09.2014 | Aktualisiert am 12.09.2014
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2 Kommentare
  • Peter  Ern , via Facebook 12.09.2014
    Da sieht man wieder ganz klar die Doppelmoral der Amerikaner, sobald es ums eigene Hemd geht, werden die Gesetze gebogen!
  • William  Quispe aus Bellinzona
    12.09.2014
    Na also, wer sagts denn. Das hätte die UBS auch hinkriegen sollen.