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Die Finanzspritze von 50 Milliarden Pfund (100 Milliarden Franken) kommt den acht grössten britischen Banken (Abbey, Barclays, HBOS, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide Building Society, Royal Bank of Scotland, Standard Chartered) zu Gute. Im Gegenzug übernimmt sie dafür Aktien der Finanzinstitute. Die Banken werden somit teilweise verstaatlicht.
Doch die englische Regierung schiesst noch mehr Mittel ein: Sie will weitere 200 Mrd. Pfund an Krediten in den ausgetrockneten Markt pumpen. Damit solle das britische Finanzsystem stabilisiert werden, kündigte Finanzminister Alistair Darling kurz vor Handelsbeginn an der Londoner Börse an.
«Diese Massnahmen sind absolut notwendig, um das System wieder in Gang zu bringen», sagte Darling. Der Finanzminister wird das Paket im Lauf des Tages im Parlament vorstellen.
Darling und Premierminister Gordon Brown hatten zuvor mit den Chefs der Zentralbank und der Finanzaufsicht über Auswege aus der Krise beraten. In den vergangenen Tagen büssten einige der grossen britischen Banken nahezu die Hälfte ihres Börsenwertes ein. Das schürte Befürchtungen über einen Zusammenbruch des gesamten Bankensystems.
Die Reaktionen auf das Hilfspaket an der Londoner Börse waren durchzogen. Nach den dramatischen Verlusten vom Vortag konnten einige Finanztitel heute wieder kräftig zulegen, während andere nach einer Berg- und Talfahrt gegen Mittag erneut ins Minus rutschten.
Die EU-Kommission erklärte, sie sei über den britischen Plan informiert und werde eine rasche Entscheidung treffen, sobald die Einzelheiten bekannt seien. Die EU muss staatlichen Hilfsprogrammen zustimmen. (SDA/zeb)
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Englands Finanzminister Alistair Darling greift den angeschlagenen Banken unter die Arme. (AP)