Energie: Stromknappheit: Lage hat sich dank Wärme und Technik entspannt

Anfang Dezember hat die Stromnetz-Betreiberin Swissgrid vor Stromknappheit gewarnt. Nun hat sich die Lage aber entspannt. Gründe sind die Wärme, viel Regen, Technik und Massnahmen im Strommarkt. Für eine Entwarnung ist es laut Swissgrid noch zu früh.

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Im warmen Winter ist weniger Strom verbraucht worden, und das entlastete die Netze, wie Swissgrid am Dienstag mitteilte. Weil es im Januar zudem häufig regnete, konnte mit Flusswasser mehr Strom produziert werden als für diese Jahreszeit üblich.

Positiv ausgewirkt hat sich auch das Wiederanfahren von Block 2 des Kernkraftwerks Beznau in Döttingen AG am 23. Dezember. Block 1 von Beznau ist jedoch nach wie vor ausser Betrieb. Die Axpo rechnet damit, dass er nicht vor Ende Juli hochgefahren werden kann. Grund dafür sind Materialfehler im Reaktordruckbehälter.

Zu den wirkungsvollsten Massnahmen zählt Swissgrid die seit Ende Dezember erfolgte schrittweise Erhöhung der Netztransferkapazität an den Grenzen zu Frankreich, Deutschland und Österreich. Damit konnte der Bedarf an Importstrom besser gedeckt werden. Mit weiteren Massnahmen wurde gleichzeitig der Export gedämpft.

Die Energiereserven sind laut Swissgrid aufgrund der tiefen Füllstände der Speicherseen zwar nach wie vor tief. Mit 32,3 Prozent sei das Minimum der Füllstandskurve der letzten 20 Jahre aber wieder erreicht. Der Wasserstand nähere sich wieder dem langjährigen Medianwert.

Für die Stromnetz-Betreiberin ist es trotz günstiger Wetterprognosen bis Anfang März noch zu früh für eine Entwarnung. Würde ein kritisches Betriebsmittel für die Stromproduktion ausfallen oder käme es zu einer unerwarteten längeren Kälteperiode, könnten sich die Speicherseen stärker als erwartet wieder leeren. (SDA)

Publiziert am 23.02.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Zur Entspannung auf dem Strommarkt hat der Regen im Januar beigetragen, denn mit Laufwasser konnte mehr Strom erzeugt werden als für die Jahreszeit üblich. (Archivbild) play
Zur Entspannung auf dem Strommarkt hat der Regen im Januar beigetragen, denn mit Laufwasser konnte mehr Strom erzeugt werden als für die Jahreszeit üblich. (Archivbild) KEYSTONE/PETER KLAUNZER

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