Energie Axpo bestätigt Verkaufsabsichten bei Wasserkraftwerken

BERN - BE - Der Energiekonzern Axpo will einen Teil seiner Wasserkraftwerke verkaufen. Auch einige Gaskraftwerke und Energiebezugsrechte sollen veräussert werden. Der Verkaufsprozess ist im Gang, Entscheide sind jedoch noch keine gefallen.

Energiekonzern Axpo will einen Teil seiner Wasserkraftwerke verkaufe play
Nach Alpiq prüft nun auch die Axpo den Verkauf von Beteiligungen an Wasserkraftwerken. KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

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Der Verkaufsentscheid sei eine Folge der Unternehmensstrategie, die unter anderem die Veräusserung strategisch nicht zentraler Anlagen vorsehe, heisst es in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Stattdessen wolle die Axpo neue Geschäftsfelder, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, erschliessen.

Beim Entscheid geht es aber auch um Kostensenkungen. Die Axpo will bekanntlich die Abhängigkeit vom Strompreis minimieren. Angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds sei die Sicherung der Liquidität und Kapitalmarktfähigkeit sowie die Steigerung der Rentabilität oberstes Ziel von Axpo, heisst es weiter.

Bereits im Dezember 2015 hatte die Axpo angekündigt, zu prüfen, welche konventionellen Kraftwerke, Kraftwerksbeteiligungen oder Energiebezugsrechte strategisch wichtig sind, und von welchen sich der Konzern trennen will. Zu den Beteiligungen, die nun verkauft werden sollen, zählt nach Angaben der Axpo auch ihr Anteil von 50 Prozent an der AG Kraftwerke Wägital im Kanton Schwyz.

Die Online-Ausgabe der «Handelszeitung» hatte zuvor berichtet, die Axpo plane seine Anteile an sechs Wasserkraftwerken zu verkaufen. Die Zeitung stützt sich auf ein offizielles Verkaufsdokument. Die Produktionswerke sollen mehrheitlich im Kanton Wallis angesiedelt sein. Der Bieterprozess sowie die Sorgfaltsprüfung zum Kraftwerksportfolio sollen bereits abgeschlossen sein. Nun stünden die konkreten Verkaufsverhandlungen an.

Dazu wollte sich die Axpo gegenüber der sda nicht äussern. Da noch keine Entscheide gefallen seien, würden derzeit keine weiteren Details zum Verkaufsprozess kommuniziert, hiess es lediglich. (SDA)

Publiziert am 28.09.2016 | Aktualisiert am 28.09.2016
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