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Den Beschuldigten wird wirtschaftlicher Nachrichtendienst vorgeworfen. Zudem sollen sie Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse verletzt haben. Der Antrag auf Eröffnung einer Voruntersuchung liegt beim eidg. Untersuchungsrichteramt.
Die Verdachtsmomente gegen die vier Beschuldigten hatten sich im Verlaufe der letzten Monate verdichtet. Die Bundesanwaltschaft und die Bundeskriminalpolizei werteten eine grosse Zahl Dokumenten aus und befragten mehrere Personen.
Betroffen von der mutmasslichen Wirtschaftsspionage ist der Bereich der Kunststoff-Produktion der Ems Chemie AG im Werk im bündnerischen Domat/Ems. In dieser Hauptsparte verdient der Konzern am meisten Geld.
Ins Rollen gebracht hatte den Fall die Ems-Chemie selbst mit einer Anzeige am 23. Januar 2007 an die graubündner Staatsanwaltschaft. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es bestehe der dringende Verdacht, dass Dritte Ems-Mitarbeiter systematisch zum Verrat von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen angestiftet hätten.
Der Schaden für den von Christoph Blochers Tochter Magdalena Martullo geführten Konzern dürfte sich in Grenzen halten: Durch das frühzeitige Aufdecken der unrechtmässigen Handlungen sei kein wesentlicher Einfluss auf die laufende und die zukünftigen Rechnungen von Ems zu erwarten. (SDA/dip)
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Aus der Kunststoff-Produktion der Ems-Chemie sollen Interna verkauft worden sein. (SoBli)