Ein zweiter Fall Sika droht: Bei Calida wirds schmutzig!

Die Eigentümerfamilie von Calida liebäugelt mit dem Verkauf der Aktien. Das hat vorerst nicht geklappt.

Calida-CEO Felix Sulzberger (links) und ein Plakat für sein Produkt play
Calida-CEO Felix Sulzberger (links) und ein Plakat für sein Produkt Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 BLICK hat verglichen Mit diesen Kundenkarten punkten Sie am meisten
2 Nach Suva-Entscheid gegen Uber Jetzt zittern die Taxifahrer
3 CS-Aktie sinkt auf 10,00 Franken – aber nicht drunter Retten...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
18 shares
Fehler
Melden

Unruhen beim Dessousspezialisten Calida: Die Famile Kellenberger will ihre Anteile am Wäscheunternehmen abstossen. Die Eigentümerfamilie hält 34,7 Prozent der Aktien. Droht ein zweiter Fall Sika?

Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, ist es bisher noch nicht zum Verkauf gekommen. Doch die Ankündigung der Familie im Frühling 2015 sorgte firmenintern für Unruhe.

So hat Konzernchef Felix Sulzberger im Dezember seinen Rücktritt angekündigt. Und Christian Haas ist im Sommer von seinem Verwaltungsrats-Posten zurückgetreten. Er hat dort die Micalux S.A. vertreten. Das Unternehmen aus Luxemburg ist der zweitgrösste Aktionär.

Verwaltungsratspräsident in der Kritik

In die Kritik geraten ist auch Verwaltungsratspräsident Thomas Lustenberger. Seine Kollegen im Verwaltungsrat stellten seine Unabhängigkeit in Frage. Denn Lustenbergers Anwaltskanzlei berät die Familie Kellenberger. Und seit Jahren auch Calida. 2014 hat dieses Mandat der Kanzlei 222'000 Franken in die Kassen gespült.

Im Juli brach die Familie Kellenberger die Verkaufsübung ab. «Es fanden Gespräche mit einer Grossbank statt, aber es kam nie zu einem konkreten Verkaufsauftrag», heisst es bei Calida. Erich Kellenberger, Familienvertreter im Verwaltungsrat, will sich zu den Ereignissen nicht äussern. «Wir wollen Ankeraktionär bleiben», sagt er bloss.

Konzernchef Sulzberger hat das Unternehmen in den letzten 14 Jahren umgebaut. Dank Firmenübernahmen ist Calida heute breiter aufgestellt. Und Sulzberger wollte weiter expandieren. Doch dafür wäre eine Kapitalerhöhung nötig.

Und das passt den Kellenbergers nicht. Ihre Aktien würden dadurch verwässert werden. Laut Quellen der «SonntagsZeitung» ist darum bereits eine aufgegleiste Übernahme gescheitert. (bam)

Publiziert am 10.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
teilen
teilen
18 shares
Fehler
Melden