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Die luxuriöse First Class: Für die UBS-Spitze auch in der Krise «normal». (Keystone)
Vorgestern Montag am Flughafen Kloten. Auf dem Swiss-Flug LX 16 nach New York sind gleich zwei prominente Passagiere. Oswald Grübel (65) und Kaspar Villiger (68).
Der neue Konzernchef und der neue Verwaltungsratspräsident der UBS. Im Airbus 330-200 nehmen sie ganz vorne Platz. In der super-luxuriösen First Class mit nur gerade 12 Sitzen. Wobei Sitz das falsche Wort ist: Hier legt man sich auf ein ausgewachsenes Bett mit allem Komfort. Plus grossem Flach-TV.
Kostenpunkt pro Retourflug mit Taxen: 13795 Franken. Ein Platz in der ebenfalls sehr bequemen Business Class würde 5546 Fr. kosten.
Für Villiger wird es noch teurer, weil er nach Washington weiterreist, um mit US-Finanzminister Timothy Geithner den Steuerstreit zu diskutieren. Und zurück – First Class.
Als guter Kunde muss die UBS der Swiss nicht den vollen Tarif zahlen, sondern kriegt Firmenrabatt. Wie viel zahlte die UBS also effektiv für den Trip? Die Bank will dazu keine Auskunft geben. Laut einem Insider kosteten die beiden Tickets aber rund 25000 Franken.
In normalen Zeiten wäre ein Sitz in der First Class für das oberste Topmanagement eines Grosskonzerns nichts Besonderes. Immerhin nehmen sie einen Linienflug und keinen Privatjet. Aber die Lage bei der UBS ist alles andere als normal!
Die Bank musste mit 6 Milliarden Franken Steuergeld gerettet werden. Und Grübel trat vor zwei Wochen mit aller Härte auf die Kostenbremse. 8700 Stellen werden gestrichen, davon 2500 in der Schweiz. Zudem müssen die UBS-Mitarbeiter auf Zückerchen verzichten: Dienstaltersgeschenk, Generalabo, Gratisparkplatz, vergünstigtes Fitnessabo – alles gestrichen.
Nur ganz oben nimmt man es mit dem Sparen nicht so genau. Die UBS bestätigt: Alle 13 Konzernleitungsmitglieder sowie alle 12 Verwaltungsräte dürfen auch weiterhin in der First Class fliegen.
Was halten Sie vom Selbstverständnis der neuen UBS-Spitze? Schreiben Sie uns!
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First-Class-Flieger: Kaspar Villiger, VR-Präsident (l.) und Oswald Grübel, Konzernchef. (AP/Blick.ch)