«Ein Ja wäre dramatisch»

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Wird die Kapazität in Kloten eingeschränkt, kann die Swiss 21 Destinationen nicht mehr anfliegen. Deshalb will Konzern-Chef Christoph Franz die Flughafen-Initiative bodigen.

Am 25. November hebt die Swiss erstmals nach Delhi ab, der Hauptstadt Indiens. Am selben Tag stimmen die Zürcher über die Flughafen-Initiative ab. «Ein Ja hätte dramatische Konsequenzen», sagt Swiss-Chef Christoph Franz (47). Seine Airline steuert heute 70 Destinationen an, 28 in Übersee, den Rest in Europa. «Bei einer Annahme der Initiative wären 15 Interkontinental- und 6 Europaverbindungen akut gefährdet», so Franz.

Grund ist das von den Initianten geforderte verlängerte Nachtflugverbot um zwei auf neun Stunden. Bei den gefährdeten Zielorten liegen Ankunft oder Abflug in Kloten zwischen 6.10 und 6.55 sowie 22 und 23 Uhr. In diesen Zeiten wäre der Airport künftig stillgelegt. Zudem sollen die jährlichen Flugbewegungen auf 250 000 beschränkt werden. Das wäre eine Einschränkung von 7,5 Prozent: Dieses Jahr rechnet der Flughafen mit 270 000 An- und Abflügen in Zürich. Das käme einem Wachstumsstopp gleich.

Zu den bedrohten Strecken gehören auch populäre Destinationen wie die thailändische Hauptstadt Bangkok, Johannesburg in Südafrika oder Montreal in Kanada. Auch der Flug nach Indien wäre sofort wieder in Frage gestellt.
Franz will das Volksbegehren deshalb um jeden Preis bodigen. Er hat den Abstimmungskampf zur Chefsache erklärt und will sich in die Höhle des Löwen wagen. Vor einigen Tagen trat er in Rafz ZH an der Delegiertenversammlung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Zürich auf und weibelte gegen die Initiative.

Wirtschaft will ein Nein

Jetzt bekommt der Swiss-Lenker Unterstützung: Anfang September tritt eine neue, breit abgestützte Interessengemeinschaft den Kampf gegen die Vorlage an. Mit dabei sind alle Wirtschaftsorganisationen im Kanton Zürich, vom Gewerbeverband bis zur Handelskammer sowie FDP und SVP.

Publiziert am 21.07.2007 | Aktualisiert am 20.01.2012
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