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Der alt Bundesrat wird der neue Mann an der UBS-Spitze. Kaspar Villiger löst Peter Kurer als UBS-Verwaltungsratspräsident ab. «Das sind gute Neuigkeiten», begrüsst Wirtschaftsexperte und Buchautor Lukas Hässig diesen Entscheid. «Jetzt hat die UBS reagiert.»
«Das sorgt für Vertrauen»
«Villiger ist aus dem politischen Blickwinkel eine interessante und gute Wahl», findet Lukas Hässig. Er sei als seriöser Politiker bekannt, der sich auf der Politbühne nie etwas zuschulden haben lasse. «Das sorgt für Vertrauen.» Einziger Negativpunkt bei Villiger sei wohl, dass dieser auf dem Wirtschaftsparkett noch keine grossen Erfahrungen gesammelt habe.
Das Duo Grübel – Villiger sei ein cleverer Entschluss der UBS, meint Hässig. «Villiger sorgt für Ruhe auf dem Politparkett, Grübel muss die Bank rasch und tiefgreifend sanieren.» Und mit der Wahl von Grübel sei ja klar, wer von den beiden der Führende sein werde.
«Zwei Vertreter der alten Schule»
Ganz anders sieht dies Buchautor René Zeyer: «Leider hat man hier zwei Vertreter der alten Schule Ospel gewählt», sagt dieser. «Grübel ist ein Exponent des ‹Bonus Banking› und Villiger war als Bundesrat an der missglückten Rettung der Swissair beteiligt und als Verwaltungsrat am Milliardendesaster der Swiss Re.»
Dass der Politiker Villiger nun an die Spitze der Grossbank kommt, sieht Zeyer nicht als Vorteil an. «Wir sehen ja im Moment, dass sich die Politik schützend vor die kriminellen Machenschaften der UBS in den USA stellt.»
Für Zeyer ist deshalb das Duo Grübel – Villiger alles andere als ein Dreamteam. «Eher ein Alptraumteam», ergänzt er.