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Für EBK-Direktor Daniel Zuberbühler war das Thema der heutigen Jahresmedienkonferenz von vornherein gesetzt. Das UBS-Debakel stellte die restlichen Tätigkeitsbericht der Bankenkommission (siehe Kasten rechts) klar in den Schatten.
Zuberbühler gab zu, dass die EBK von der Geschwindigkeit und dem Ausmass der Subprime-Krise überrascht worden sei. Sie habe weder besser noch schlechter agiert als ihre grossen angelsächsischen Schwesternbehörden. Die Aufsicht habe keine Freude, wenn ein Flaggschiff der Schweizer Bankenbranche negative Schlagzeilen mache, sagte der EBK-Direktor mit Blick auf die UBS.
«Die Aufsichtsbehörden sind nicht verantwortlich für die Krise, jedoch haben wir sie bedauerlicherweise auch nicht verhindert.» Die EBK-Abteilung für Grossbanken habe mit UBS und Credit Suisse deren Exposition im US-Immobilienmarkt regelmässig behandelt.
Noch Anfang März 2007 habe sich die UBS als «überabgesichert» dargestellt. Dies habe sich im Nachhinein als «unbewusst falsch» erwiesen, stellte Zuberbühler fest. Die UBS habe ihre effektiven Risiken nicht richtig erfasst und ihre Absicherung massiv überschätzt.
Der EBK-Chef gab sich beeindruckt vom grossen UBS-internen Risikokontrollapparat mit 3400 Personen. Diese «wohl kaum als unqualifiziert oder unterbezahlt zu betrachteten» internen Kontrolleure hätten grundsätzlich dieselbe Aufgabe wie die Aufsicht. Nicht nur das Top-Management, sondern teilweise auch die Aufsicht habe sich durch die Existenz dieses Kontrollapparates in falscher Sicherheit gewiegt.
Unberechtigt ist nach Ansicht von Zuberbühler die Kritik an der Arbeit der 25 Beschäftigten der Abteilung Grossbanken der EBK. Die EBK brauche nicht bessere Leute, sondern mehr. (SDA/dip)