Öko-Flop? E-Autos stromern noch selten durch die Schweiz

Die Schweizer und Elektroautos – das ist noch keine Liebesgeschichte. Nur 0,26 Prozent der Neuwagen sind Akkumobile.

  • Publiziert: 07.10.2012
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Opel Ampera – hoch gelobt, aber noch zu wenig geliebt.

(Lorenz Keller )

Der Funke will nicht so richtig zünden. Hersteller und Händler preisen Autos mit Elektroantrieb zwar vollmundig an, finden aber kaum Käufer dafür. Unter den rund 250'000 von Januar bis Ende September in der Schweiz neu zugelassenen Personenwagen waren gerade mal 667 Elektroautos (0,26 Prozent).

Spitzenreiter mit 220 Stück war der Opel Ampera, bereits als «Schweizer Auto des Jahres» ausgezeichnet. An zweiter Stelle rangiert laut Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure der Citroën C-Zero.

Auch in Deutschland ein Flop

Die Zahlen in Deutschland sind nicht besser: Von 2,1 Millionen Zulassungen 2011 schafften Elektroautos bloss 0,1 Prozent. Das Engagement für Klimaschutz und der Wunsch, den Verbrauch fossiler Energieträger und den CO2-Ausstoss zu vermindern, konnten die Nachteile offenbar nicht wettmachen.

Der Preis für Elektrofahrzeuge ist hoch – ein Opel Ampera kostet ab 50'000 Franken. Stromtankstellen sind spärlich gesät, die Ladezeiten lang und die Reichweiten kurz.

Mit der Kraft aus ihren Batterien allein rollen E-Mobile knapp 80 Kilometer weit.

Hybride sollen Skeptiker überzeugen

Weil das zu viele Käufer abschreckt, setzen die Automobilhersteller jetzt auf die Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor, sogenannte «Plug-in-Hybride» oder «Range Extender» (Reichweitenverlängerer).

Beim Opel Ampera werden die Räder zwar elektrisch bewegt, ein zusätzlicher Benzinmotor lädt die Batterie aber während der Fahrt auf. Das reicht dann für 400 bis 500 Kilometer.

Vierradantrieb boomt

Generell war der September für die Autobranche ein denkbar schlechter Monat. Die Verkäufe gingen gegenüber dem Vorjahr um über 20 Prozent zurück.

Der kumulierte Absatz bis Ende September sieht mit einem Plus von 5,5 Prozent um einiges besser aus. Marktleader war mit 31'000 Einheiten VW, grösster Verlierer mit einem Minus von 54 Prozent gegenüber 2011 Chrysler.

Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil von 4x4-Fahrzeugen um 24 Prozent, jener der Dieselautos um 19,3 Prozent zu.

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Beliebteste Kommentare

  • Phil  Yeahh , Hohenrain , via Facebook
    Was bitte ist an E-Autos Ökologisch? In den Batterien hat es Schwermetalle, Säuren usw.. Der einzige Unterschied ist, dass die Verschmutzung in den Fabriken ensteht. Und nicht "hinten" raus kommt.
  •   Graf Peter , Luzern
    Es ist auch vollkommen Unnötig ein Elektroauto anzuschaffen, da die Herstellung der Ionenakkus, die verbaut sind, die grössere Umweltsünde ist als ein Jahr lang mit einen 5,0 liter Benziner zu fahren

Alle Kommentare (12)

  • Fred  Bartlome
    Woher kommt der Strom in der Zukunft? etwa aus der Steckdose? das ist doch die Antwort auf die geplante Energiewende. Schon am Automobilsalon in Genf wurden fast keine neuen Entwicklungen mit Akkus gezeigt. Die Branche sagte, Elektromobile haetten bei den trueben Aussichten auf dem Energiesektor keine Chancen sich durchzusetzen.
    • 08.10.2012
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  • Martial  Callair , Aargau
    Ich habe es schon einmal geschrieben, ein Flopp par excellence...Zu teuer, zu schwer, Aku-Recycling, die Aufladen-Möglickeiten sind spärlich, die Autonomie = 0. Absolut null Chancen für solchen blöden Karrossen!
    • 07.10.2012
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  • Joller  Axel , Bern
    Der Opel Ampera braucht nach 50 km mindestens 8-9 Liter auf die nächsten 100 km. So etwas ist nicht umweltfreundlich.
    • 07.10.2012
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  • Didi  Klement , Flawil , via Facebook
    Ein grosses Problem der E-Autos ist die herkömmliche Denkweise. Das sind alternative Fahrkonzepte für Leute mit Gewissen, die muss man nicht auf 4 Jahre und 10000 Kilometer pro Jahr kalkulieren und bekommt dann einen Restwert von X. Die Autoindustrie ist gefordert, die E-Autos für einen zehnjahres-Zeitraum zu bauen und dann darf das Auto auch teurer sein, weil es nach 5 Jahren immer noch viel Geld wert ist. Mein nächstes wird elektrisch oder hybrid, denn der Ansatz stimmt. Nur der Preis stimmt noch nicht ganz, der Aufpreis zwingt zu langfristiger Nutzung.
    • 07.10.2012
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    • Martial  Callair , Aargau
      Didi, wir fahren unsere Autos 10 bis 20 Jahre lang und brauchen niemals 50000 CHF und mehr auszugeben. Unser Jaguar ist sogar 32 Jahre jung! Was soll dieser Blödsinn?
      • 07.10.2012
      • als Kommentar auf Didi  Klement , Flawil
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  • Pierre  Geheim , Lucerne , via Facebook
    Die Preise stimmen nicht! Ein Elektroauto inklusive "Miete" für die Batterie kommt mich unterm Strich teurer als ein Benziner. Dazu kommen die hohen Anschaffungskosten.
    • 07.10.2012
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