Die Schweizer und Elektroautos – das ist noch keine Liebesgeschichte. Nur 0,26 Prozent der Neuwagen sind Akkumobile.
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Opel Ampera – hoch gelobt, aber noch zu wenig geliebt.
(Lorenz Keller )Der Funke will nicht so richtig zünden. Hersteller und Händler preisen Autos mit Elektroantrieb zwar vollmundig an, finden aber kaum Käufer dafür. Unter den rund 250'000 von Januar bis Ende September in der Schweiz neu zugelassenen Personenwagen waren gerade mal 667 Elektroautos (0,26 Prozent).
Spitzenreiter mit 220 Stück war der Opel Ampera, bereits als «Schweizer Auto des Jahres» ausgezeichnet. An zweiter Stelle rangiert laut Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure der Citroën C-Zero.
Die Zahlen in Deutschland sind nicht besser: Von 2,1 Millionen Zulassungen 2011 schafften Elektroautos bloss 0,1 Prozent. Das Engagement für Klimaschutz und der Wunsch, den Verbrauch fossiler Energieträger und den CO2-Ausstoss zu vermindern, konnten die Nachteile offenbar nicht wettmachen.
Der Preis für Elektrofahrzeuge ist hoch – ein Opel Ampera kostet ab 50'000 Franken. Stromtankstellen sind spärlich gesät, die Ladezeiten lang und die Reichweiten kurz.
Mit der Kraft aus ihren Batterien allein rollen E-Mobile knapp 80 Kilometer weit.
Weil das zu viele Käufer abschreckt, setzen die Automobilhersteller jetzt auf die Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor, sogenannte «Plug-in-Hybride» oder «Range Extender» (Reichweitenverlängerer).
Beim Opel Ampera werden die Räder zwar elektrisch bewegt, ein zusätzlicher Benzinmotor lädt die Batterie aber während der Fahrt auf. Das reicht dann für 400 bis 500 Kilometer.
Generell war der September für die Autobranche ein denkbar schlechter Monat. Die Verkäufe gingen gegenüber dem Vorjahr um über 20 Prozent zurück.
Der kumulierte Absatz bis Ende September sieht mit einem Plus von 5,5 Prozent um einiges besser aus. Marktleader war mit 31'000 Einheiten VW, grösster Verlierer mit einem Minus von 54 Prozent gegenüber 2011 Chrysler.
Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil von 4x4-Fahrzeugen um 24 Prozent, jener der Dieselautos um 19,3 Prozent zu.
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