Kostenfallen beim Reisen Diese Ferien-Abzocken nerven am meisten

  • Publiziert: 11.10.2012
play Der Bankomat: Laut Umfrage die grösste Abzocke. (Keystone)

Jeder fünfte Tourist regt sich ab den hohen Bancomat-Gebühren im Ausland auf. Ebenfalls für rote Köpfe sorgen teure Ausflugspakete und kostenpflichtiges Internet im Hotel.

Die Ferien sind gebucht, und das Budget steht. Trotzdem lässt manch einer am Schluss der Reise mehr Geld liegen als geplant. Die Reise-Suchmaschine Skyscanner hat 600 Touristen aus verschiedenen Ländern gefragt, was die grössten Ferien-Abzocker sind.

Sich besser im Vorfeld informieren

19 Prozent der befragten Tourist findet Geldabheben am Bancomaten das grösste Ärgernis (siehe Tabelle unten). Das böse Erwachen kommt oft erst zu Hause mit dem Bankauszug: Die Provision kann je nach Land bis zu 3 Prozent betragen.

Auf Platz zwei stehen Tagesausflüge. Vor Ort – zum Beispiel im Hotel – gebuchte Exkursionen sind oft überteuert. Deshalb gilt: Wer an einer geführten Tour teilnehmen möchte, sollte vor der Reise die Angebote vergleichen.

Hotels verlangen bis zu 25 Euro für Internet

13 Prozent der Befragten ärgern sich über kostenpflichtige Internetverbindungen. WLAN ist lange nicht in jedem Hotel gratis. Je nach Haus beträgt die WLAN-Gebühr bis zu 25 Euro pro Tag.

Auch hier sollte man sich vorgängig informieren: Ist WLAN im  Hotel gratis oder hat der eigene Telefonanbieter ein attraktives Auslandsurfpaket? Ebenfalls für Ärger sorgen teure Taxifahrten, Kreditkartengebühren oder die Liegestuhlmiete am Strand.

Roaming-Gebühren vor allem in der Schweiz ein Thema

Im Ranking nicht aufgeführt sind die Roaming-Gebühren. Die Kosten für Telefonie und Internetnutzung im Ausland sind vor allem in der Schweiz ein Thema. EU-Bürger zahlen seit diesem Sommer für einen Anruf im europäischen Ausland nur noch 35 Rappen pro Minute. Schweizer berappen je nach Anbieter das Fünffache. (cst)

Tabelle - Das sind die grössten Ferien-Abzocker:

AbzockeSo viele Touristen ärgert's
Bargeld am Bankautomaten

19 Prozent

Touristische Ausflugspakete

17 Prozent

WLAN im Hotel

13 Prozent

Taxifahrten

9 Prozent

Kreditkartengebühren

8 Prozent

Liegestühle am Strand

8 Prozent

Duty Free „Schnäppchen“

4 Prozent

Late-Check out Gebühren

4 Prozent

 Kauf von Wasserflaschen

3 Prozent

Quelle: Skyscanner

Beliebteste Kommentare

  • Emmanuel  Mindanao
    wo geht ihr den in den Urlaub? Selberschuld wer sich abzocken lässt. Ausser dreisten Taxifahrern nervt mich im Ausland nichts was mich hier nicht auch nerven würde.
  • Stefan  Weiss , Rafz , via Facebook
    Für alles gilt: Informieren im Vorfeld ist wichtig. Ferien sind freiwillig und was nicht explizit inklusive ist, kostet. Ich achte mich jedenfalls beim Buchen auf solche Kostenfallen.

Alle Kommentare (14)

  • Hans-jörg  Kalt-Reina , Higuey DOM
    Nicht kalkulierbare Kostenfallen in den Ferien gibt es viele. Nicht nur Taxifahrten und nachträglich gebuchte Eventausflüge, externe Restaurantbesuche und dergleichen. In der Karibik werden meistens nur die Preise ohne ITEBIS Steuern bis zu 18 Prozent und Service ausgezeichnet. Das böse erwachen erfolgt dann wenn man die Rechnung bestellt. plus 16 Prozent Steuern und 10 Prozent Service. Somit verteuert sich dann alles um gute 26 Prozent.
    Und die nächsten Jahre wird es kaum billiger werden. Denn die stark verschuldeten und korrupten Ferienländer werden gezwungen ihre Steuersätze zu erhöhen um Ihre Auslandschulden zu tilgen. Auch werden immer wieder neue Formen der Einnahmequellen gesucht.

    Aber trotzdem allen schöne Ferien.
    • 11.10.2012
    • 15
    • 3
  • urs  waelchli
    Wieso sind die Ferienregionen Bankrott, weil die Touristen sie wie Blutegel aussaugen. Mal ehrlich, jeder der 9 Jahre in die Schule gegangen ist muss selber merken das man so billig garnicht sein kann, wenn die Kosten alle gedeckt sein sollen. Hoffe das in Zukunft für jeden Job nurnoch das Minimum an Lohn ausbezahlt wird und die Schweizer Löhne auch mit den Ausländischen verglichen werden, wie man es bei den Preisen macht. Freue mich auf EU Löhne. in der CH
  • Ivan  Salianov
    Wenn Abzocke, dann in der Schweiz. In einem Hotel zu einem Zimmerpreis von 300 CHF! wurde mir tatsächlich noch Internetgebühr von 5CHF pro Stunde verlangt!! Im Ausland - wenigstens wo ich verkehre - meist in billigen Gaststätten, habe ich noch NIE fürs WiFi bezahlt.
    • 11.10.2012
    • 23
    • 7
  • Mart  Web , Santa Nirgendwo
    Ich bin sehr viel unterwegs, aber diese Probleme habe ich nicht.
    Immer Billigschnäppchen suchen und danach meckern, weils eben "billig" war...
    Mensch, wo ist dein Verstand geblieben?
    • 11.10.2012
    • 30
    • 2
  • Anna  Raich
    Man kann auch in der Schweiz Ferien machen, da entfallen einige Gebühren schon von alleine und wir unterstützen das eigene Land!
    • 11.10.2012
    • 28
    • 9
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