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Das ist die Vision: Immer mehr Leute werden in Zukunft Zeitungen und Bücher mit dem iPhone, dem Computer oder einem E-Book lesen. Egal wo.
Vor diesem Hintergrund haben die vier grossen Schweizer Zeitungsverlage Ringier, Tamedia, NZZ, Edipresse sowie Orell Füssli eine Zusammenarbeit gestartet. Für die Technologie haben sich die Verlage mit Swisscom zusammengetan. Der erste Versuch beginnt bereits im nächsten Jahr.
Wer ein Abo löst, hat Zugriff auf die Inhalte der Zeitungen und Zeitschriften aus den Verlagshäusern und auf Bücher aus dem E-Book-Shop der Buchhandlung Orell Füssli. Alle Inhalte sind zentral abgelegt. Das hat den Vorteil, dass man unterwegs mit Handy, Notebook oder einem E-Reader, aber auch zu Hause mit dem Computer darauf zugreifen kann.
Wie die Abos ausgestaltet sein werden und was sie kosten sollen, ist noch offen. Im nächsten Jahr soll nun zuerst ein Pilotversuch mit der Zeitung der Zukunft gestartet werden.
«Es ist einmalig, dass sich die bedeutenden Schweizer Verlage zusammen hinter dieses Projekt stellen. Wir sind überzeugt, dass das entscheidend ist für den Erfolg», sagt Pascal Zemp, der bei Ringier das Projekt betreut.
Geprüft wird zudem, ob zusammen mit dem Angebot ein E-Reader gebündelt wird. Diese Geräte sind im Kommen. Der Online-Buchhändler Amazon hat vor kurzem begonnen, sein Gerät namens Kindle auch nach Europa zu liefern. Und die Buchverlage im deutschsprachigen Raum bieten für Leute mit einem anderen E-Book als Kindle bereits über 100000 Titel auf einer eigenen Plattform an.
Gegenüber einem Notebook oder einem Handy à la iPhone haben diese Geräte entscheidende Vorteile: Sie sind günstig, passen locker in eine Aktenmappe, haben lange Akkulaufzeiten und trotzdem einen grossen Bildschirm, der den Text angenehm lesbar darstellt. Demnächst wird es Versionen mit Farbbildschirm geben.
Wenn alles reibungslos klappt, könnte die Zeitung der Zukunft bereits gegen Ende nächstes Jahr parat sein. Rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft 2010.
Die vier grossen Verlage Ringier, Tamedia, NZZ und Edipresse sowie der Buchhändler Orell Füssli bereiten die Zeitung von morgen vor.- ZVG