Die Vorsätze der Konsumentenschützer für 2017 Kampf dem Regio-Bschiss und Telefon-Terror

BERN - Bschiss mit Regionallabels, Wildwuchs in der Sharing-Economy, Telefonterror der Callcenter: Dagegen will die Allianz der Konsumentenschützer nächstes Jahr kämpfen.

Konsumentenschutz 2017: Betrug mit Regional-Produkten im Fokus play
Die Konsumentenschützer präsentieren ihre Jahresziele (Archivbild). Keystone

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Wenn es um die Beliebtheit bei den Konsumenten geht, laufen regionale Lebensmittel Bio-Waren den Rang ab. Das zeigen die wachsenden Auslagen von Produkten aus der Region in den Supermärkten. Frische, Qualität, Unterstützung des lokalen Gewerbes oder Nachhaltigkeit sind die Motivation, für den Kauf dieser Lebensmittel.

Längst hat der Detailhandel erkannt, dass sich mit der ländlichen Idylle Vertrauen schaffen lässt. Migros, Manor, Coop, Volg oder auch Discounter wie Aldi bauen darum unter ihren Regionallabels ein immer breiteres Angebot auf. Dabei sind die regionalen Produkte nicht immer günstiger als jene mit Bio-Label.

Welche Standards stecken tatsächlich hinter den Regionallabels? Haben die Produkte mehr als nur die enger definierte Herkunft zu bieten? Wie grosszügig oder eng wird der Begriff Region unter den jeweiligen Labels gefasst? Schreibt der Hersteller genau, woher das Produkt wirklich kommt? Steckt gar Etikettenschwindel dahinter? 

Erhöhter Klärungsbedarf bei Produkten aus der Region

Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen will diesen Fragen im kommenden Jahr auf den Grund gehen, wie Sara Stalder (50) an der heutigen Medienkonferenz bekannt gibt. Laut der Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz besteht erhöhter Klärungsbedarf bei den «lukrativen» Produkten aus der Region.

Laut Stalder stehen neben den Regionalprodukten folgende Schwerpunkte auf der Agenda 2017 der Konsumentenschutz-Organisationen: Unterschriftensammlung für die Fair-Preis-Initiative gegen «überrissene Schweiz-Zuschläge» importierter Produkte, Durchsetzung der Rechte geschädigter Konsumenten durch den VW-Abgasskandal, Kampf gegen den «Wildwuchs» in der Sharing-Economy.

«Das Klima ist rau, was die Durchsetzung von Konsumentenanliegen betrifft», sagt Stalder. Es sei eine grosse Ausdauer nötig, um solchen Anliegen zum Durchbruch zu verhelfen. «Die Arbeit geht der Allianz 2017 keinesfalls aus.»

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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  • jürg  frey aus teufen
    12.12.2016
    Stoppt wenigsten die KK-Prämienjäger wie im Kassensturz gezeigt. Damit könnte man die Prämien auch reduzieren als mit Erhöhung der Franchise von 300 auf 500 Fr.
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    12.12.2016
    Nein, die Arbeit geht den Konsumentenschützern bestimmt auch im 2017 nicht aus. Im Gegenteil! Auch das Thema geplante Obsoleszenz müsste dringendst behandelt werden, denn da sind mittlerweile auch schweizer Hersteller keinen Deut mehr besser als die internationalen Firmen!
    • Silvio  Mayer , via Facebook 12.12.2016
      Es gibt schon noch qualitativ hochwertige Produkte. Oftmals sind es kleinere Hersteller. Allerdings sind diese dann auch einiges teurer. Viele Kunden kaufen vorallem billig und wundern sich dann, dass es nur kurze Zeit hält. Lange Haltbarkeit ist immer teurer, das möchten viele Kunden dann doch auch nicht. Den Fünfer (billig) und es Weggli (lange Haltbarkeit) wollen, das gibt es leider nicht.
  • Felix  Kübler aus Schlieren
    12.12.2016
    Ich erinnere mich, als Frau Studer letzthin in der Sendung Puls alle Arbeitgeber als "Halunken" hinstellte - etwa so glaubwürdig ist diese Person für mich. Es ist einfacher vor anderer Haustüre zu wischen...
  •   12.12.2016
    Telefonterror? Ist doch einfach: Keine Provisionen mehr von den Versicherern und alle Verträge sind nur in Schriftform gültig. Da übersteigt die Mühe das Ergebnis
    • schwab  martin 12.12.2016
      wenn es denn so einfach wäre... in der tat ist es aber so, dass die allermeisten verträge, die privatpersonen eingehen, keine verschriftlichte form kennen. was ihre forderung an bürokratischem aufwand nach sich ziehen würde, spottet jeder beschreibung. Konsequenterweise braucht es dann für jeden kaugummi einen schriftlichen !!! kaufvertrag. wohl kaum das, was wir uns wünschen sollten...
    • Edi  Rey aus Romanshorn
      12.12.2016
      Woher haben diese Callcentres eigentlich meine Handynummer? Doch nocht etwa gegen Entgelt von der Swisscom? Würde mich ja wahsinnig wundern, wenn es so wäre.
    • Henri  Steinlin aus Courchavon JU
      12.12.2016
      @Rey: ... jeder Computer wählt schneller als jeder Angestellte potentielle Handynummern, wenn jemand antwortet kommt noch das Personal des Callcenters zum Zug - es muss nicht der Provider sein welcher ihre Nummer verkauft hat.