Briefmarken-Ärger: Die Post bricht ein Versprechen
BERN – Die Automaten für Briefmarken werden weiter ausgedünnt. Das spart Geld, macht aber das Frankieren mühsam.
Von Matthias Pfander | Aktualisiert um 16:56 | 06.08.2009

Zwei Briefkästen, kein Briefmarken-Automat. Er ist einer gelben Abdeckung gewichen (links im Bild).
Schnell den Brief frankieren, bevor man ihn einwirft das wird immer schwieriger. Denn die Post legt mehr und mehr Briefmarken-Automaten still.
Ein Beispiel: Am Bahnhof Stadelhofen in Zürich stehen nebeneinander zwei gelbe Briefkästen (Bild oben). Daneben hatte es früher einen Automaten.
Keine Lösung in Sicht
Mit Münz konnte man sich so noch kurz die Briefmarke rauslassen. Doch der Automat ist weg und einer gelben Abdeckung gewichen. Wer eine Marke braucht, muss an den nächsten Kiosk. Und schlimmstenfalls auch noch anstehen. Die nächste Poststelle ist weit weg.
Bereits Ende 2007 hiess es bei der Post, die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Automaten sei beendet worden. Man suche nach einem alternativen Anbieter.
Doch dieses Versprechen hat die Post nicht eingelöst. Nichts ist passiert seither. Im Gegenteil: Die Post will die Automaten weiter ausdünnen. Bereits heute stehen nur noch 1000 dieser Geräte in der Schweiz, praktisch alle bei Poststellen. An den Bahnhöfen verschwinden sie. Jetzt sollen weitere 200 Automaten abmontiert werden.
Marken aus dem Internet als Alternative?
Bei der Post heisst es: «Der Unterhalt der gut 30 Jahre alten Automaten mit Farbbändern wechseln, Münz leeren, Papier auffüllen und Reparaturen ist sehr aufwendig.» Zudem argumentiert der gelbe Riese, dass die Internet-Briefmarken immer mehr gefragt seien.
«Seit der Einführung von WebStamp im April 2006 sind über 15 Millionen Wertzeichen bezogen worden.» Nur: Dafür muss man am Computer sitzen und die Marke selber ausdrucken. Unterwegs geht das nicht.
Keine Lösung in Sicht
Klar, die Post leidet darunter, dass der Briefverkehr mehr und mehr abnimmt. Im Moment um 3 bis 4 Prozent pro Jahr. Leute und Firmen kommunizieren zusehends elektronisch ohne Umweg über das Papier. Ergo geht auch der Umsatz mit Briefmarken zurück.
Eine Alternative zu den in die Jahre gekommenen Briefmarkenautomaten ist deshalb nicht in Sicht: «Wir beobachten die weitere Entwicklung», heisst es bei der Post. Das heisst soviel wie: Nichts tun und vielleicht erledigt sich das Thema von selbst.
Post-Sprecher Flüeler hält fest: Der Abbau der Automaten ist nicht neu. Seit 2003 wird das Netzt ausgedünnt.
Was halten Sie vom Vorgehen der Post? Beziehen Sie Briefmarken an den Automaten? Ihre Meinung ist gefragt!
Ein Beispiel: Am Bahnhof Stadelhofen in Zürich stehen nebeneinander zwei gelbe Briefkästen (Bild oben). Daneben hatte es früher einen Automaten.
Keine Lösung in Sicht
Mit Münz konnte man sich so noch kurz die Briefmarke rauslassen. Doch der Automat ist weg und einer gelben Abdeckung gewichen. Wer eine Marke braucht, muss an den nächsten Kiosk. Und schlimmstenfalls auch noch anstehen. Die nächste Poststelle ist weit weg.
Bereits Ende 2007 hiess es bei der Post, die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Automaten sei beendet worden. Man suche nach einem alternativen Anbieter.
Doch dieses Versprechen hat die Post nicht eingelöst. Nichts ist passiert seither. Im Gegenteil: Die Post will die Automaten weiter ausdünnen. Bereits heute stehen nur noch 1000 dieser Geräte in der Schweiz, praktisch alle bei Poststellen. An den Bahnhöfen verschwinden sie. Jetzt sollen weitere 200 Automaten abmontiert werden.
Marken aus dem Internet als Alternative?
Bei der Post heisst es: «Der Unterhalt der gut 30 Jahre alten Automaten mit Farbbändern wechseln, Münz leeren, Papier auffüllen und Reparaturen ist sehr aufwendig.» Zudem argumentiert der gelbe Riese, dass die Internet-Briefmarken immer mehr gefragt seien.
«Seit der Einführung von WebStamp im April 2006 sind über 15 Millionen Wertzeichen bezogen worden.» Nur: Dafür muss man am Computer sitzen und die Marke selber ausdrucken. Unterwegs geht das nicht.
Keine Lösung in Sicht
Klar, die Post leidet darunter, dass der Briefverkehr mehr und mehr abnimmt. Im Moment um 3 bis 4 Prozent pro Jahr. Leute und Firmen kommunizieren zusehends elektronisch ohne Umweg über das Papier. Ergo geht auch der Umsatz mit Briefmarken zurück.
Eine Alternative zu den in die Jahre gekommenen Briefmarkenautomaten ist deshalb nicht in Sicht: «Wir beobachten die weitere Entwicklung», heisst es bei der Post. Das heisst soviel wie: Nichts tun und vielleicht erledigt sich das Thema von selbst.
Post-Sprecher Flüeler hält fest: Der Abbau der Automaten ist nicht neu. Seit 2003 wird das Netzt ausgedünnt.
Was halten Sie vom Vorgehen der Post? Beziehen Sie Briefmarken an den Automaten? Ihre Meinung ist gefragt!
Das sagen Blick.ch-Leser
- Bruno Geiser, Bern - 13:46 | 07.08.2009
- » Dass es in der heutigen Zeit noch solche Automaten gibt, erstaunt mich doch sehr. Ist doch viel zu altmodisch. Ich habe auf jeden Fall noch nie ein solches Gerät benutzt. Ich benutze viel lieber die vorfrankierten Couverts, die man bei der Poststelle kaufen kann. Da haben ich keinen Stress mit Briefmarken. Ich hätte sowieso nie das passende Münz dabei, um einen solchen Automaten zu füttern...
- lili gester, zürich - 17:02 | 06.08.2009
- » Ich habe schon lange Mühe mit der Post, klappt es doch meistens nicht, dass A-Post oder B-Post pünktlich ankommen. Der längste B-Post- Brief den ich erhielt - hatte 7 Tage. Die Leistung lässt merklich nach, dafür will die Post nur noch geld verwalten. Schade!!!
- Christian Fuchs, Oberschan SG - 16:54 | 06.08.2009
- » Unsere früher hoch berühmte Schweizer Post ist heute nur noch zu bejammern. Ich benutze die Post schon lange nicht mehr.
- Heinz Bringolf, Nidau - 16:44 | 06.08.2009
- » Bitte an den Blick bei uns in Nidau 2560 KT-Bern kann man keine Marken an den Kiosken mehr kaufen. Freundliche grüsse und suche.
- Daniela Banter, Schönenbuch - 16:42 | 06.08.2009
- » Die Post nervt immer mehr. Zustellung noch 1x statt 2x, dies immer später. Dann werden die gelben Kästen am Mittag schon geleert, unmögliche Zeit. Marken gibts bald auch keien Mehr, dafür Kaugummi und Pritt-Leim am Schalter. Bravo!
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