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Griechischer Raucher in einem Athener Beamten-Büro.
(Keystone)Im krisengeschüttelten Europa wird deutlich weniger gequalmt. Das liegt offenbar an der hohen Arbeitslosigkeit.
Je heftiger die Wirtschaftskrise, desto weniger wird geraucht. Diesen Schluss zieht, wer die neuesten Zahlen des Tabakkonzerns Philip Morris International (PMI) anschaut. Im ersten Halbjahr 2012 sank der Europa-Absatz um 5,8 Prozent.
Den stärksten Rückgang verzeichnet Griechenland. Dort wurden 20 Prozent weniger Zigaretten verkauft als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. In Spanien sank der Zigi-Absatz um rund 10 Prozent. In Griechenland rauchen knapp 45 Prozent aller Erwachsenen, mehr als in jedem anderen EU-Land.
Wo die Krise bisher weniger zugeschlagen hat, ging der Verkauf von Industrie-Zigaretten nur leicht zurück: In Deutschland um lediglich 1,3 Prozent. Separate Zahlen für die Schweiz wurden nicht ausgewiesen.
Mehr Schmuggel und Drehtabak
Für Philip Morris liegt der Grund für den Rückgang bei den gestiegenen Arbeitslosenzahlen. Das muss aber nicht zwangsläufig heissen, dass auch weniger geraucht wird. Denn gleichzeitig glauben viele in der Branche, dass der Zigarettenschmuggel stark zugenommen hat. Ausserdem berichtet PMI, dass der Absatz beim Drehtabak kräftig zunimmt.
Letztlich hat das Unternehmen seinen Betriebsgewinn aber um 4,5 Prozent steigern können. Asien, der Nahe Osten und Afrika haben den Wagen aus dem Dreck gezogen.
PMI ist nach China National Tabacco der zweitgrösste Zigarettenhersteller der Welt. Die bekanntesten Marken sind Marlboro, Philip Morris, Chesterfield und L&M. (alp)
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