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Jetzt haut es den Prämienzahlern den Nuggi raus. Sie haben endgültig genug von den ständig steigenden Kosten in der Grundversicherung – und wechseln in Scharen zu einer billigeren Kasse.
Stimmen die Umfragen der Internet-Vergleichsdienste Comparis oder Bonus, wechseln dieses Jahr 18 Prozent der Versicherten oder 1,3 Millionen Personen die Kasse.
Verglichen mit dem Vorjahr wollen damit 50 Prozent mehr Leute die Kasse wechseln. Eine regelrechte Völkerwanderung!
Und das ist gut so: Wechseln ist die beste Möglichkeit, Geld zu sparen. Es zwingt zudem die Kassen im Wettbewerb, sparsam mit den Prämiengeldern zu haushalten. Wären alle Versicherten bei der für sie günstigen Kasse, könnte jeder im Schnitt gut 750 Franken sparen.
Wechseln ist aber nicht gratis. Es verursacht bei den Krankenkassen Kosten in Millionenhöhe.
Wie hoch der Betrag genau ist, weiss weder der Krankenkassenverband Santésuisse noch die Aufsichtsbehörde im Bundesamt für Gesundheit.
BLICK hat deshalb versucht, die Wechselkosten zu schätzen. Resultat: Bei 1,3 Millionen Wechslern sind es zwischen 65 und 100 Millionen Franken. Das entspricht 0,3 bis 0,5 Prämienprozenten.
Die BLICK-Schätzung basiert auf Angaben eines Branchen-Insiders. Demnach kostet es eine Kasse in einer Vollkosten-Rechnung rund 50 Franken, einen neuen Kunden aufzunehmen.
Dies vorausgesetzt, der Kunde meldet sich selbst und übers Internet an. Greift er zum Telefon, kostet nur schon die Offerte rund 100 Franken. Ebenfalls teurer wirds, wenn sich die Kunden über kommerzielle Vergleichsdienste wie Comparis anmelden. Denn die erhalten für jede Offertvermittlung 45 Franken von den Kassen.
Am teuersten schliesslich ist ein neuer Kunde, wenn er über einen Vermittler wechselt. Dann werden im Schnitt gut 500 Franken Provision fällig!
Das heisst: Die 65 bis 100 Millionen Franken sind sehr konservativ gerechnet.
Wer als kostenbewusster Versicherter für sich selbst und die Allgemeinheit sparen will, vergleicht die Grundversicherungs-Prämien am besten beim Bundesamt für Gesundheit (gratis, keine Provisionen) und meldet sich dann via Internet bei der billigsten Kasse an.