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Herr Klement, gegen 18 Uhr beginnt heute der Showdown in Brüssel. Können wir morgen aufatmen?
Da muss ich leider enttäuschen, der grosse Befreiungsschlag wird ausbleiben.
Warum das jetzt?
Es fehlt der Politik immer noch an Willen dazu. Sie wird aber versuchen, den Märkten wieder Vertrauen zurückzugeben. Zum Beispiel durch eine Zwangskapitalisierung europäischer Banken oder ein Aufblähen des Rettungsschirms.
Wenn beides auf den Tisch kommt, was heisst das dann für uns in der Schweiz?
Solange unsere Ersparnisse bei Schweizer Banken sind, brauchen wir nichts zu befürchten. Auf den Frankenkurs zum Euro und Dollar dürfte der Ausgang des Krisentreffens kaum einen Einfluss haben. Schweizer Bankaktien könnten kurzfristig steigen.
Und was ist mit unserer Wirtschaft?
Die wird sich auf einen kalten Winter einstellen müssen, eine Rezession wird immer wahrscheinlicher. Weil die Exporteure leiden, wird die SNB den Franken noch mehr abschwächen müssen.
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Joachim Klement, Chefökonom bei Wellershoff (ING)