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Zum Start der Juso-Initiative gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln gabs eine kleine Demo.
(juso.ch)Die Juso provoziert mit dem Bild von CS-Chef Brady Dougan und einem schwarzen Jungen für ihre Initiative. Diese will Spekulationen mit Nahrungsmitteln verbieten.
Brady Dougan, der CS-Chef, blickt väterlich, die Hand ruht auf dem Kopf eines dünnen schwarzen Jungen. Dazu die Zeilen: «Spekulieren auf den Hunger dieses Kindes? Wir sind Ihr Partner: Credit Suisse».
Mit dieser Fotomontage heizten die Jusos am Dienstag die Kampagne für ihre Initiative an, die die Spekulation mit Nahrungsmitteln verbieten will.
Sie warfen der Credit Suisse vor, sie betreibe «mehrere Fonds, die auf steigende Lebensmittelpreise wetten». Damit mache sich Dougan «mitverantwortlich für den Tod von mehreren Tausend Kindern – jeden Tag.»
Dicke Post! Und die CS schickte ihre Anwälte: Flyer und CS-kritische Passagen seien umgehend von der Website zu entfernen, sonst folgten «rechtlich Schritte». Die Aussagen seien «unlauter und persönlichkeitsverletzend».
Die Juso nahmen die kritisierten Elemente vom Netz, zumindest vorläufig. Juso-Chef David Roth: «Die CS hetzt uns Anwälte auf den Hals, um uns zum Schweigen zu bringen, das werden wir uns nicht gefallen lassen. Unsere Vorwürfe sind korrekt und werden von Experten auch bestätigt.»
Die CS hält zum Fall nur fest: «Die Credit Suisse betreibt und ermöglicht keine Nahrungsmittelspekulation».
Sicher ist: Diverse Berichte, etwa der Uno und ihres Sonderbeauftragten für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, kritisieren, dass die Lebensmittelspekulation von Hedgefonds, Pensionskassen oder Banken die Preise in die Höhe trieben.
Reputierte Finanzprofessoren wie Marc Chesney von der Uni Zürich teilen diese Meinung. In der «NZZ» schrieb er 2011: «Mit dieser neuen Form von Spekulation steigt die Wahrscheinlichkeit einer Lebensmittelknappheit, und tendenziell steigen auch die Preise.»
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