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Die PostFinance hat 2008 im Zuge der Krise der Grossbank UBS ein Rekordwachstum erzielt. Das Finanzinstitut der Schweizerischen Post verzeichnete 120000 neue Kunden und einen Neugeldzufluss von 5,9 Mrd. Franken. Doch auch PostFinance blieb von der Finanzkrise nicht verschont.
Wegen Wertberichtigungen in der Höhe von 179 Mio. Fr. ist der Gewinn tiefer als im Vorjahr. Das Unternehmensergebnis werde bei rund 235 Mio. Fr. liegen, wie die PostFinance am Mittwoch ankündigte. Das definitive Resultat soll an der Bilanzmedienkonferenz der Post Ende März bekannt gegeben werden.
Für die ersten neun Monate hatte die PostFinance Wertberichtigungen von 95 Mio. Fr. bekannt gegeben. Der Gewinn von Januar bis September 2008 lag bei 200 Mio. Franken. Im vierten Quartal resultierte somit in einem schwierigen Marktumfeld ein Gewinn von rund 35 Millionen.
Starker Zulauf
PostFinance sei ein sicheres Finanzinstitut, das in der Schweizer Bevölkerung und bei Unternehmen grosses Vertrauen geniesse, schreibt das Unternehmen. Die Zahl der Neukunden nahm gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent zu, die Zahl der Kundenkonten stieg gar um 71 Prozent oder 311000. Insgesamt verfügte die PostFinance damit über 2,5 Millionen Kunden und 3,64 Millionen Kundenkonten.
Dank des Neugeldzuflusses von durchschnittlich 5,9 (Vorjahr: 3,4) Mrd. Franken stiegen die Kundengelder im Jahresmittel auf 49,3 Mrd. Franken. Das entspricht einem Plus von 12,8 Prozent. Per Ende 2008 verbuchte die PostFinance nach einem «ausserordentlich starken vierten Quartal» sogar Kundengelder von 64,2 Mrd. Franken.
Weiterhin kämpft die Post-Tochter für eine Banklizenz. Mit eigenen Hypotheken und KMU-Krediten könnte sie ihre Finanzanlagen breiter streuen und dadurch auch die Risiken für den Eigentümer Bund senken, wie es heisst. Das Parlament nehme die Diskussion im Rahmen der Postgesetzrevision voraussichtlich in diesem Jahr wieder auf. (SDA)