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Das oberste Management der Deutschen Telekom besteht aus sieben Personen. Alles Männer.
Konzernchef René Obermann will das jetzt ändern. In fünf Jahren sollen 30 Prozent der Führungskräfte Frauen sein. Als erste Grossfirma in Deutschland führt die Telekom eine Managerinnen-Quote ein.
Warum denn das? Für Obermann eine klare Sache: «Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser.»
Die Quotenregelung ist für den Spitzenmanager «kein Diktat einer falsch verstandenen Gleichmacherei», sondern schlicht «ein Gebot der gesellschaftlichen Fairness». Und vor allen: «Eine handfeste Notwendigkeit für unseren Erfolg.»
Mutige Worte. Gerade in einem Land, in dem nur 2,5 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder und 10 Prozent der Verwaltungsräte Frauen sind.
Siehts bei uns in der Schweiz besser aus? Nur zum Teil.
Laut einer Studie der Headhunter-Firma Guido Schilling liegt der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der 100 grössten Schweizer Firmen bei 5 Prozent.
Anders in den Verwaltungsräten: Dort liegt der Frauenanteil bei den grössten Unternehmen laut der Aktionärsvereinigung Actares nur bei 7 Prozent. Immerhin: Die ganz wichtigen Firmen – jene im Börsenindex SMI – haben 12 Prozent Frauen im Aufsichtsgremium.
Die weibliche Untervertretung ganz oben ist für die Schweizer Politiker trotzdem kein Thema. Letzten Sommer haben sie einen Vorstoss versenkt, der eine Frauenquote von 30 Prozent forderte – also dasselbe, was Deutsche-Telekom-Manager Obermann jetzt umsetzt.
Begründung: Eine Quotenvorschrift sei eine allzu starke Einmischung ins Management privater Firmen.
Norwegen machts anders: Dort gibt es eine gesetzliche Quotenregelung. 40 Prozent der Führungspersonen müssen Frauen sein.
Frauen an die Macht: Die deutsche Telekom will eine fixe Frauenquote auf der Chefetage.- Getty Images