Deutsche Wirtschaft Adieu!

  • Publiziert: 15.05.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BRÜSSEL – Die Wirtschaft in der Euro-Zone leidet unter der Krise und hat stark an Fahrt verloren. Vor allem Deutschland gehört zu den grossen Leidtragenden.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat im ersten Quartal 2009 überraschend stark an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) sank von Januar bis März um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Das ist das stärkste Minus seit Beginn der Datenerhebung. Der Rückgang fiel damit stärker aus, als von Reuters befragte Experten mit Minus 2,0 Prozent vorhergesagt hatten. Verglichen mit dem Vorjahr lag das Minus bei 4,6 Prozent.

Deutschland tief in der Krise

Derzeit stecken die meisten Volkswirtschaften der Euro-Zone tief in der Rezession. Vor allem in Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt so stark wie noch nie seit Beginn der Quartalsaufzeichnungen 1970.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 sackte die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr des laufenden Jahres um 6,7 Prozent ab. Experten gehen allerdings davon aus, dass Deutschlands Wirtschaft nach dem verheerenden Jahresbeginn den Tiefpunkt der aktuellen Krise hinter sich hat.

Weniger Exporte

Dass die deutsche Wirtschaft zum Jahresbeginn im Rekordtempo geschrumpft ist, begründen die Statistiker vor allem mit dem schwachen Auslandsnachfrage. Die Exporte seien zu Jahresbeginn deutlich stärker zurückgegangen als die Importe. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in der Euro-Zone. Spitzenreiter ist dagegen Zypern, wo die Wirtschaftsleistung stagnierte. (SDA)

Top 3

1 156-Mio-Busse! Weil BMW die Schweizer Kunden benachteiligtebullet
2 Grösser, besser, billiger? Rabatt-Schlacht im TV-Geschäftbullet
3 Wegelin-Fall US-Richter nimmt Raiffeisen ins Visierbullet

Wirtschaft