Verwirrspiel im Steuerstreit Deutsche kaufen erste Daten-CD

  • Publiziert: 17.50 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012

HAMBURG – Die «CD Nummer 1» mit Bankkundendaten aus der Schweiz für 2,5 Millionen Euro ist gekauft. Andere Bundesländer greifen nicht zu.

Vor genau vier Wochen kam die erste Daten-CD mit Bankkundendaten aus der Schweiz in die Schlagzeilen. Jetzt hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen den Datenträger gekauft, wie das Magazin «Der Spiegel» berichtet.

Der Anbieter wollte für die Scheibe 2,5 Millionen Euro. Dieser Preis sei laut «Spiegel» auch bezahlt worden. Von offizieller Seite wird das nicht bestätigt.

Die Behörden rechnen mit 400 Millionen Euro zusätzlichen Steuereinnahmen. Auf dem Datenträger sollen rund 1400 Steuersünder verzeichnet sein. Laut der «Süddeutschen Zeitung» handelt es sich um Daten der Credit Suisse.

«CD Nummer 2» ohne Käufer

Vorerst keinen Käufer gibt es für die «CD Nummer 2» (). Auf ihr sind 1700 mutmassliche Steuertrickser verzeichnet. Und sie tauchte eine Woche nach der CD Nummer 1 auf. Als Ursprung für die Daten kursierten die Banken UBS und CS sowie der Versicherer Generali.

Diese Scheibe wurde für 500000 Euro dem Bundesland Baden-Württemberg angeboten. Doch das Bundesland delegierte den Entscheid an die Regierung in Berlin. Dort hiess es, die Regierung selbst werde keine Daten-CD kaufen, das sei Sache der Bundesländer. (pft)

Top 3

1 156-Mio-Busse! Weil BMW die Schweizer Kunden benachteiligtebullet
2 Grösser, besser, billiger? Rabatt-Schlacht im TV-Geschäftbullet
3 Wegelin-Fall US-Richter nimmt Raiffeisen ins Visierbullet

Wirtschaft