Detailhandel Traumsommer verhagelt Modekette H&M das Geschäft

Stockholm – Der lange Sommer lässt die Gewinne der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) schmelzen. Weil viele Kunden wegen des ungewöhnlich warmen Wetters keine Herbst- und Winterkleidung kauften, meldete das Unternehmen am Freitag enttäuschende Geschäfte.

Der Traumsommer lässt die Gewinne von H&M schmelzen. (Archiv) play
Der Traumsommer lässt die Gewinne von H&M schmelzen. (Archiv) KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lehrlinge zeigen ihren Arbeitsalltag Coop startet Snapchat-Offensive
2 Trauriger Rekord Caritas-Märkte für Arme boomen
3 Theresa May hat Grosses vor Die Briten träumen wieder vom Empire

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Im Ende August abgelaufenen Geschäftsquartal stieg zwar der Umsatz um 6 Prozent auf 56,8 Milliarden Kronen (6,4 Milliarden Franken). Dagegen schrumpfte der Reingewinn um 9 Prozent auf 4,8 Milliarden Kronen (545 Millionen Franken). Der Rückgang fiel stärker aus als von Analysten erwartet. Grund dafür sind unter anderem höhere Kosten für Einkauf, Transport und Herstellung der Kleidung.

In der Schweiz sackte der Umsatz gar um 8 Prozent auf 1,6 Milliarden Kronen (186 Millionen Franken) ab. Hierzulande betreibt H&M 97 Läden. Ein Geschäft wurde im abgelaufenen Quartal geschlossen, eines neu eröffnet. Die Schweiz ist der zehntgrösste Markt für den schwedischen Konzern.

Im September dürften die konzernweiten Umsätze nach Angaben des Managements kaum zugelegt haben. Dies lag auch daran, dass H&M mit Preisnachlässen auf die gedämpfte Nachfrage reagierte. An der Stockholmer Börse notierte die Aktie des Unternehmens 1,6 Prozent im Minus.

Der schwedische Konzern leidet auch unter dem starken Dollar. Denn er zahlt seine vor allem asiatischen Lieferanten in US-Währung, während die Erlöse grösstenteils in Euro erzielt werden. Hier ist der wichtigste Rivale Zara im Vorteil, der vor allem in Europa fertigen lässt. Die spanische Zara-Mutter Inditex hatte zuletzt einen Anstieg des Halbjahresgewinns bekanntgegeben.

H&M bekräftigte seine Absicht, seine Präsenz bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015/16 Ende November weltweit um 425 Läden ausbauen. Ende August hatte der Konzern 4135 Filialen. (SDA)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden