Detailhändler machen Traum-Umsätze mit Tofu & Co Vegi-Boom hat Fleisch am Knochen

Lebensmittel für Vegetarier und Veganer verkaufen sich immer besser. Die Detailhänder verbuchen Traum-Umsätze.

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mathieu boivin

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Heute ist der Tag, den die Fleisch-Lobby verflucht. Der 1. Oktober ist nämlich Welt-Vegetariertag. Was die Fleischbranche noch mehr ärgern dürfte: Vegi-Produkte verkaufen sich besser denn je.

2015 machte die Migros in ihren Filialen mit vegetarischen und veganen Label-Produkten 109 Millionen Franken Umsatz. Zu diesen Produkten gehören etwa vegetarische Sandwiches, Tofu oder fleischlose Fertiggerichte. «Seit 2013 stellen wir ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich fest», sagt Sprecherin Christine Gaillet.

Konkurrentin Coop veröffentlich keine Zahlen. BLICK weiss: Die Basler machen mit Vegi-Produkten noch mehr Umsatz als die Konkurrenz. «Generell ist die Nachfrage nach solchen Produkten steigend», sagt Coop-Sprecher Ramón Gander.  

Für das Nachfrage-Plus sorgen aber nicht nur Vegetarier und Veganer. Verzichten zur Zeit nur knapp 5 Prozent der Schweizer ganz auf Fleisch. Grund für den Boom sind die sogenannten Flexitarier. Also jene, die teilweise auf Fleisch verzichten.

Anteil auf 50 Prozent gesteigen

Deren Anteil ist in den letzten Jahren auf rund 50 Prozent gestiegen, schätzt der Verband Swissveg. «Diese Zahl hat sich durch das bessere Angebot in den Grossverteilern erhöht», sagt Renato Pichler (47), Swissveg-Präsident.

Alleine Coop hat in knapp zwei Jahren 300 neue Produkte für Vegetarier ins Regal genommen. Aktuell gibts beim Basler Unternehmen über 500 Produkte mit Vegi-Labels. 350 davon sind vegan. Und die Detailhändlerin will das Sortiment weiter ausbauen.

Bei der Migros gibts zur Zeit 466 Produkte mit Vegi-Label, 323 sind vegan. Und die Auswahl wird immer grösser: «Wir erweitern bis Ende 2017 das Angebot an vegetarischen und vegan zertifizierten Produkten um 30 Prozent», sagt Gaillet.  

Zu wenig vegane Backwaren

Das kommt bei Swissveg gut an. «Wir sind mit dem Engagement der Detailhändler grundsätzlich zufrieden», sagt er. Allerdings müsse der Bereich von veganen Backwaren ausgebaut werden. 

Vegi-Lebensmittel, ein gutes Geschäft. Kommen also bald spezielle Migros-Filialen, die ganz auf die Karte Vegi setzen? Gaillet winkt ab. «Läden mit ausschliesslich vegetarisch oder veganen Produkten sind derzeit kein Thema», sagt sie. Bei Coop klingt es ähnlich. «Wir möchten unsere Kunden nicht bevormunden und bleiben ein Vollsortimenter», sagt Gander. 

Publiziert am 01.10.2016 | Aktualisiert am 17.01.2017
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8 Kommentare
  • Marga  Koch , via Facebook 02.10.2016
    Wenn es immer weniger Menschen gibt, die Fleisch essen, könnte man die Massentierhaltung reduzieren bzw. den Tieren mehr Auslauf und gesundes Futter geben. Ein Beispiel für gutes Bio-Fleisch gibt es in einigen Gegenden von Sardinien; dort sind die Schweine viel draussen, und sie fressen vor allem gesunde Kastanien. Die Sarden essen dann dieses Schweinefleisch (und auch Schaffleisch), nebst u. a. viel Gemüse, Schafskäse, Butter und selbst gebackenem Brot bis ins sehr hohe Alter.
  • Pietro  Secreto aus Kölliken
    01.10.2016
    Veganer essen meinem Essen das essen weg.
  • Adrian  Züger 01.10.2016
    Und dann in der Aphoteke ein Haufen Pillen und Pülverchen kaufen damit keine Mangelerscheinungen auftrtten
    Darum geniesse ich weiterhin ein saftiges Teak und geniesse das Leben
  • Silvia  Preisig , via Facebook 01.10.2016
    Ich möchte mal wissen aus was wird Tofu gemacht. Und lasst doch uns Wurst und Fleischesser das geniessen was wir wollen. Die Fegi esser lassen wir ja auch genissen.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    01.10.2016
    Schweizer Fleisch, alles andere ist Beilage! Dieser Spruch gilt immer noch!
    Lasse mir nicht per Gesetz vorschreiben was ich zu essen habe (Unterschriftensammlungen für vegane Menus in Kantinen, etc...).
    Wer kein Fleisch ist muss dies über Pillen etc. kompensieren (B12) und die Kinder werden schon so aufgezogen. Tiere schlachten wird als Holocaust angeprangert! Gehts noch, diesen Vergleich zu ziehen? Mehr als erbärmlich. Lasst den Fleischessern ihr Steak, esst ihr ruhig Tofumöckli!