Der UBS-CEO packt im Fernsehen aus Sergio Ermotti erklärt Patrizia Laeri das Geheimnis seines Erfolgs

ZÜRICH - In einem TV-Interview spricht Sergio Ermotti offen über seine Karriereplanung, seine Führungsprinzipien. Der jungen Generation rät der Chef der UBS, nicht zu verbissen einen Top-Job anzustreben.

Eigentlich wäre er lieber Fussballer geworden: UBS-CEO Sergio Ermotti. play

Eigentlich wäre er lieber Fussballer geworden: UBS-CEO Sergio Ermotti.

Keystone/Walter Bieri

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Am WEF hielt der US-Vizepräsident seine letzte Rede Biden warnt vor Trump
2 Zwei Jahre Frankenschock Wir werden immer noch abgezockt
3 Mittagessen mit Hollywood-Traumpaar Clooneys exklusive Tafelrunde

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Er ist seit fünf Jahren CEO der Grossbank UBS. Und einer der wichtigsten Manager der Schweiz. Dabei hat Sergio Ermottti (56) eigentlich gar nie gedacht, dass er es so weit bringen würde, wie er in einem TV-Interview verrät.

«Ich habe es nach oben geschafft, weil ich nie gedacht habe, dass ich nach oben komme», sagt er im Interview mit der Sendung SRF Börse gegenüber Moderatorin Patrizia Laeri (38). «Ich habe mich immer auf die Dinge konzentriert, die ich gerne mache und darauf, Erfolg zu haben. Und der Rest ist von selber gekommen», sagt der Tessiner.

Jungen Berufsleuten rät er, nicht zu verbissen auf eine grosse Karriere hinzuarbeiten. «Ich glaube, für junge Menschen kann es sehr frustrierend sein, wenn sie schon früh denken, dass sie CEO einer Bank oder Präsident von Amerika werden müssen», sagt Ermotti.

Vor allem Spass haben

Denn: «Nur wenige Leute werden das schaffen. Ich denke, man muss vor allem Spass haben. Jeder muss seine eigene Zufriedenheit finden. Und dann kommt der Erfolg von selber», sagt der Top-Banker weiter.

Heute sehe er sich mehr als Trainer denn als Spieler, erklärt der ehemalige Fussballer. «Ich spüre, dass mein Führungsstil stark von meinen Fussballer- und Sportlerzeiten beeinflusst wird», sagt Ermotti im SRF-Interview. Früher habe er immer versucht, einer der besten Spieler zu sein.

Diplomatischer geworden

Mit den Jahren habe er gelernt, diplomatischer zu sein. «Ich muss aufpassen was ich sage und wie ich es sage», so Ermotti. Und doch: «Es ist das Beste, die eigene Meinung zu sagen. Speziell in diesen schwierigen Zeiten, wo wir Klarheit brauchen und Entscheidungen schnell gefällt werden müssen. Wir haben nicht viel Zeit für lange Diskussionen und zu viel Diplomatie», sagt der UBS-Chef. (pbe)

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Hans  Scheidegger 22.12.2016
    "Spass haben und die eigene Zufriedenheit finden." Im heutigen betriebliche Alltag ist diese Aussage Ermottis vielfach frommes Wunschdenken. Dieses wird idR vom alltägliche Druck und Stress verschüttet. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Erreichung der (oft zu) hohen Zielsetzungen der Führungskräfte und damit des Unternehmens. Glücklich können sich diejenigen schätzen, deren VG sie ernst nehmen, mit einbeziehen, auch mal Lob aussprechen, fördern, aber die auch zu ihren eigenen Fehlern stehen.
  • Roland  Benz , via Facebook 22.12.2016
    Der UBS CEO hat wahrscheinlich schon recht, sonst wäre er nicht so erfolgreich. Dank seiner erhellenden Logik bin ich schon bald gleichzeitig Lottomillionär, Bundesrat und CEO, da ich wirklich nie daran gedacht habe, es jemals so weit zu bringen. Und das wirklich frustrierende für junge Leute ist auch nicht die Tatsache, dass die Mehrheit der inländischen Jobs an Ausländer gehen, sondern dass auch noch Schweizer dafür verantwortlich sind. Aber nun wissen sie ja zum Glück, was sie tun müssen.