Für 250 Millionen Franken bestellen die SBB acht neue Neigezüge von Alstom.
Die letzte Stunde des Cisalpino rückt näher. «Wir werden diese Züge so rasch wie möglich aus dem Verkehr nehmen», versprach SBB-CEO Andreas Meyer gestern vor den Medien. Und kündigte gleichzeitig den Kauf von acht neuen Neigezügen des Typs ETR 610 an. Bestellt werden sie bei Alstom für rund 250 Millionen Franken.
Die neuen Züge ersetzen ab 2015 auf der Gotthard-Achse den «Pannolino», der vor allem mit Verspätungen, Pannen und Zugausfällen von sich Reden machte.
Bereits heute setzen die SBB sieben ETR-610-Triebzüge auf der Simplon-Achse ein, die dank einer Neigeeinrichtung nicht nur schneller Kurven, sondern insgesamt bis zu 250 Kilometer pro Stunde fahren können.
Zurzeit – also noch ohne Gotthard-Basistunnel, der Ende 2016 eröffnet wird – beträgt die Fahrzeit Zürich–Mailand 3 Stunden 41 Minuten. «Ab 2016 soll sie auf 3 Stunden 30 Minuten verkürzt werden», zeigte sich Stephan Pfuhl, Leiter des Fernverkehrs bei den SBB, optimistisch. Und ab 2020 sollen die Züge in weniger als drei Stunden von Zürich nach Mailand fahren.
Ob die ehrgeizigen Pläne tatsächlich umgesetzt werden können, hängt nicht zuletzt auch von den Italienern ab. Und die setzen ihre Prioritäten auf den Inlandverkehr und nicht auf den grenzüberschreitenden Bahnverkehr.
Um trotzdem zum Ziel zu kommen, braucht es viel Verhandlungsgeschick und gute Nerven. 2015 ist ein wichtiges Jahr, denn dann findet in Mailand die Weltausstellung statt.
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