Der französische Sportdiscounter Décathlon ist jetzt auch in der Schweiz online Jetzt kommen die Billig-Franzosen

Der französische Sportdiscounter macht seine Ankündigung wahr. Wenige Tage vor Weihnachten hat Décathlon seinen Onlineshop in der Schweiz live geschaltet.

Décathlon geht online in der Schweiz: Sport-Discount macht Konkurrenz play
So sieht der neue Schweizer Webshop von Décathlon aus. Screenshot

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Die WTO in Genf zittert Machtlos gegen Trump
2 Doris Leuthard im grossen Interview «Trump kann der Schweiz schaden»
3 Grossbank macht Jagd auf Studentinnen UBS gibt Schminkkurse

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
37 Kommentare
Fehler
Melden

Décathlon macht Ernst mit dem Markteintritt in die Schweiz. Klammheimlich hat der französische Sportdiscounter seinen Schweizer Onlineshop aufgeschaltet. «Décathlon.ch befindet sich in einer ersten Testphase», teilt das Unternehmen mit. Weitere Fragen, etwa zum Aufbau eines Filialnetzes in der Schweiz, wollte die Presseabteilung nicht beantworten.

Für Schweizer Sporthändler und Billigketten heisst das: Gut anschnallen! Décathlon greift mit Tiefpreisen für Produkte aus über 70 Sportarten an. Ein Vergleich mit dem Onlineangebot in Deutschland zeigt, die Schweizer Preise liegen kaum höher als jene im Nachbarland.

Décathlon geht online in der Schweiz: Sport-Discount macht Konkurrenz play
Eröffnungsaktion eines Décathlon-Ladens: Die ersten Nacktshopper können sich gratis mit Kleidung eindecken. ING

Schnäppchenjäger dürfen sich freuen, wie Beispiele zeigen: Die Männer-Daunenjacke X-Light der Décathlon-Eigenmarke Quechua kostet in Deutschland umgerechnet 38.50 Franken, in der Schweiz sind es 41.90 Franken. Die Ski- und Snowboardbrille Snow 300 ist für umgerechnet 18.20 Franken im Angebot, bei uns kostet sie lediglich 14.95 Franken. Praktisch gleich teuer sind die Damenski Agil 700 mit 269.55 Franken. Bekannte Marken wie Adidas oder Salomon fehlen jedoch im Schweizer Onlineshop.

Die hiesige Discount-Konkurrenz hatte es befürchtet: «Wenn Ketten wie Décathlon in die Schweiz kämen, hätten wir alle ein Problem. Die sind viel aggressiver als wir», sagte Otto’s-Chef Mark Ineichen (45) schon vor einem Jahr (BLICK berichtete).

Décathlon Schweiz verspricht versandkostenfreie Lieferung ab einem Bestellwert von 120 Franken. Mehrwertsteuer und Zollsteuern seien in den Preisen im Schweizer Webshop inbegriffen. Die Lieferzeit beträgt nach eigenen Angaben fünf bis sechs Tage. Partner ist DHL. Der Versand einer Standardbestellung kostet 5.90 Franken. Nachteil: Eine Lieferung auf Rechnung ist nicht möglich. Bezahlt wird mit Kreditkarte (Visa, Mastercard), via Paypal oder Voraus-Banküberweisung.

Bis auf weiteres wird der Internetversand für die Schweiz vom süddeutschen Verteilzentrum in Schwetzingen aus abgewickelt. Wer jedoch jetzt noch schnell ein Schnäppchen für Weihnachten machen will, dürfte leer ausgehen. «Leider können wir Ihnen jetzt nicht mehr eine Lieferung vor Weihnachten garantieren», heisst es auf Décathlon.ch.

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert vor 9 Minuten
teilen
teilen
0 shares
37 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

37 Kommentare
  • Toni  Hauser 22.12.2016
    Und wie immer stört sich kein Mensch daran, dass das Unternehmen nun zwar in der Schweiz Umsatz macht, aber genau 0 Menschen in der Schweiz eine Arbeitsstelle bietet. IT, Einkauf, Büro, etc. in Frankreich, Versand und Rechnungsstellung in Deutschland. ... wird bis auf weiteres vom Verteilzentrum Schwetzingen gemacht heisst soviel wie es wird für immer so bleiben.

    Mag sein, dass die Hersteller und evtl. auch Händler in der Schweiz zu hohe Preise haben. Aber das ist auch nicht besser.
  • Ernst  Uebersax 22.12.2016
    Nicht die Händler sind schuld an unseren Mondpreisen. Es sind die Markenvertretungen, die in der Schweiz diese Preise machen. Etliche Male wurden Importe durch Händler von diesen Vertretungen alle rausverkauft. Das ist nicht nur ein Problem bei Sportartikel, sondern bei den meisten Markenartikel. Es wird Zeit wenn diesem Unwesen Einhalt geboten wird. Unsere bürgerliche Regierung verteidigt die Hochpreisinsel vehement, siehe Medikamentenpreise.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    22.12.2016
    Vielleicht hat es der eine oder andere Bemerkt, die führenden Schweizer Online Shops sind heute alle in den Händen von den grossen ausländischen Versandhäusern. Haben zwar zum Teil noch Ihre ehemaligen Namen und vielleicht bei Einzelnen sehr schwer zu erkennen aber Schweizer sind in der Branche nicht mehr Überlebensfähig.
  • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
    22.12.2016
    Warum sich Otto Ineichen dazu aeussert, ist fragwuerdig. Ist ja kein Sporthaendler, sondern ein Haendler, der ein Geschaeftli macht wenn ee kann, dem sind dann auch Markenstrategien der Hersteller voellig wurst.
    Da ist dann Decathlon ein ganz anderes Kaliber. Zudem Topberatung in deren Laeden.
  • Peter  Brunold 22.12.2016
    Liebe Leute, ich kaufe seit Jahren meine Sportartikel und -Kleidung bei Decathlon ein. Sei dies im Laden oder Online habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht und qualitative sehr gute Ausrüstung gekauft. Ich freue mich, dass dieser Anbieter endlich auch in der Schweiz Fuss fast und den schweizer Preistreibern etwas Dampf macht
Sie haben noch 500 Zeichen übrig.