
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Sie heisst «Pixie» und wird von Nespresso als die «kleinste und intelligenteste Kaffeemaschine aller Zeiten» angepriesen. Gestern Abend hatte sie in Zürich ihren ersten Auftritt.
Im Vorfeld machten Gerüchte die Runde, Nespresso werde bei der neuen Maschine einen Schutz vor Konkurrenzkapseln einbauen. Sogar von einem intelligenten Chip-System war die Rede.
Chip-Verdacht
Science Fiction? Nein, wie das Teesystem Special.T von Nestlé beweist. Dort erfährt die Maschine über den Chip in der Kapsel, welche Teesorte eingeschoben wird und passt danach den Brühvorgang an.
Bei den Kaffeemaschinen ist das Chipsystem vorläufig aber kein Thema, wie Nespresso versichert. Ein Ad-hoc-Test mit Kaffeekapseln von Konkurrenten zeigte gestern: Der Kaffee kommt raus. Nicht aber jede Kapsel.
Nur die Denner-Kapsel funktioniert einwandfrei
Die in Frankreich bereits erhältliche Konkurrenzkapsel von Ethical Coffee blieb nach dem Brühvorgang in der Maschine stecken, liess sich aber immerhin von Hand wieder entfernen.
Anders die Kapsel von Sara Lee, die ebenfalls in Frankreich verkauft wird. Sie blieb stecken und liess sich nur mit Geknubel wieder entfernen. Einwandfrei funktionierte die Denner-Kapsel. Aber für die gilt vorläufig ein Verkaufsverbot.
Werden Konkurrenten behindert?
Bei Nespresso heisst es, das perfekte Resultat in der Tasse entstehe durch das Zusammenspiel von ausgesuchten Rohstoffen, dem Wissen um die Aromenentfaltung, der Kapseln und der Maschine.
Die Tatsache, dass die Kapseln der anderen Anbieter nach dem Kaffeebrühen steckenbleiben, macht die Nespresso-Konkurrenten aber stutzig: «Das deutet darauf hin, dass Nespresso erneut versucht, die Konkurrenz zu behindern», sagt Giovanni Alberti, der für die Denner-Kapseln verantwortlich ist. (map)