ZÜRICH – Der Name Denner ist eng mit jenem von Karl Schweri verbunden. Der im Mai 2001 im Alter von 84 Jahren verstorbene Discount-Pionier war bereits im Jahre 1946 an der Firma Import- und Grosshandels AG (IGA) beteiligt, als diese die 1860 gegründete Consumgesellschaft Denner & Co. AG sowie drei weitere Detailhandelsfirmen übernahm. Noch im gleichen Jahr wurde Schweri wieder ausgebootet. Der Kämpfer war aber schon fünf Jahre später zurück, wurde 1951 IGA-Hauptaktionär und stellte seine Widersacher vor die Tür. In den folgenden Jahrzehnten war Schweri massgeblich an der Demontage des Spirituosen- und des Tabakkartells, aber auch an der Beseitigung der Preisbindung bei Markenartikeln im Jahre 1967 beteiligt. Im gleichen Jahr eröffnete Schweri den ersten Denner-Discount in Zürich-Alstetten. Es folgten Jahrzehnte des rasanten Wachstums und des politischen Kampfs mit Volksinitiativen, die zwar an der Urne in allen sechs Fällen scheiterten, ihre indirekte Wirkung aber dennoch hatten. Das grosse Ziel der Usego-Übernahme gelang Schweri ebenfalls nicht. Mit Drogerien und Apotheken, Franz Carl Weber, Optik-Discount, dem Reisegeschäft, der Waro-Kette und den Billi-Länden ging die Expansion aber dennoch munter weiter. Ein Jahr vor seinem Tod übergab Schweri die Führung des Konzerns seinem damals 29-jährigen Enkel Philippe Gaydoul. Dieser brachte neuen Schwung in die Läden, verkaufte Waro an
Coop, Franz Carl Weber nach Frankreich und setzte wieder auf das Markenartikel-Konzept. 2005 übernahm Denner die Pick-Pay-Kette von Rewe. Der Umsatz stieg 2006 um mehr als einen Fünftel auf gut 2,6 Milliarden Franken. Das Discount-Filialnetz umfasst 435 Stützpunkte; hinzu kommen 293 Denner-Satelliten. Denner beschäftigt rund 3500 Mitarbeitende.