Noch nie mussten Autofahrer an der Zapfsäule konstant so tief in die Tasche greifen wie 2012.
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Das laufende Jahr soll das teuerste Tankjahr in der Geschichte sein.
(Keystone)Der Anstieg der Spritpreise hat 2012 nach Einschätzung der Erdöl-Vereinigung (EV) einen neuen Höhepunkt erreicht. Schon nach den ersten neun Monaten lasse sich «bereits absehen, dass das laufende Jahr als bislang teuerstes Tankjahr in die Geschichte eingehen dürfte», sagt Präsident Rolf Hartl zu BLICK.
Gemäss seinen Berechnungen haben Autofahrer für den Liter Benzin der Sorte Bleifrei 95 von Januar bis September durchschnittlich 1.81 Franken zahlen müssen, acht Prozent Mehrwertsteuer inklusive. Im Gesamtjahr 2011 seien es 1.73 Franken je Liter gewesen, also acht Rappen weniger.
Zur Erinnerung: Bisher galt 2008 als Rekordjahr mit einem Benzinpreis von 1.76 Franken je Liter im Mittel.
Besser dran sind Dieselfahrer: Hier beträgt der Jahresmittelpreis 1.93 Franken je Liter im 2012. 2008 betrug dieser 2.03 Franken. Allerdings kletterte Rohöl in jenem Jahr zeitweise auch auf einen historischen Höchststand von 146 Dollar. Und der Dollar war gegenüber dem Franken ein wenig stärker als heute.
Wie schon zu Jahresbeginn kostet Rohöl im Oktober «nur» rund 115 Dollar. Es habe im laufenden Jahr dagegen keinen Preisabsturz weit unter 100 Dollar gegeben wie vor vier Jahren, so Hartl. Aktuell kostet der Liter Bleifrei 95 bei BP und Migrol rund 1.90 Franken (Region Zürich). «Im Moment ist keine Preisänderung geplant», sagt Migrol-Chef Daniel Hofer.
Allerdings stiegen die Preise an den internationalen Börsen wegen des Konflikts zwischen Syrien und der Türkei gegenwärtig stark an. Die Kosten für den Transport des Sprits auf dem Rhein seien seit Frühjahr gestiegen, ergänzt BP.
Für Hartl ist neben den Ölriesen auch der Staat ein Gewinner im «teuersten Tankjahr» 2012: Der Mehrumsatz von 350 Millionen Franken bei Bleifrei 95 (gegenüber 2008) spüle zusätzliche 26 Millionen Franken in die Bundeskasse, so der Erdöl-Profi.
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